In der 1. Klasse Mitte musste sich der UFC Mannersdorf daheim dem SC Kroatisch Geresdorf mit 1:2 geschlagen geben. Zwei frühe, eiskalt genutzte Chancen brachten die Gäste zur Pause klar voran, Mannersdorf kam nach dem Seitenwechsel im Regen besser ins Spiel und verkürzte spät. Für Coach Andreas Gruber überwog am Ende das Positive: "Es war ein verdienter Sieg." Seine Mannschaft habe trotz Ausfällen gerackert, der Gastgeber habe sich vor allem nach der Pause stark gewehrt – die Entwicklung über 90 Minuten war deutlich zweigeteilt.

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Geresdorf legte einen Start nach Maß hin. Bereits nach vier Minuten stand es 0:1, Torschütze: Mate Krizsonits. Trainer Andreas Gruber beschrieb die Szene so: "Das 1:0 war ein weiter Abschlag. Der Ball sprang über den Verteidiger, ein Stellungsfehler – und Mate Krizsonits hat das eiskalt ausgenützt." Die Gäste hatten in dieser Phase mehr vom Spiel und nutzten ihre Möglichkeiten, wie Gruber betonte: "Die Torchancen in der ersten Halbzeit wurden sehr gut genutzt." Kurz vor der Pause legte Alen Csizmadia nach: In Minute 42 erhöhte er auf 0:2 – und Gruber blieb beim Lob für die Entschlossenheit im Abschluss: "Csizmadia hat den Tormann ausgespielt und dann ins leere Tor eingeschoben. Beide Treffer waren sehenswert." Mit diesem Polster ging es in die Kabinen, die Ausgangslage für Geresdorf war komfortabel.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Bild ein gutes Stück, auch weil Regen einsetzte und das Spiel litt. "Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der zweiten Halbzeit kam der Regen noch hinzu", fasste Gruber zusammen. Mannersdorf wurde nun optisch stärker, suchte konsequent den Weg nach vorne und hatte mehr Ballbesitzphasen. Der Geresdorfer Coach sah den Gegner "über 90 Minuten stets bemüht, Druck nach vorne auszuüben" und nach der Pause "mit sehr gutem Fußball, weil sie viele Räume hatten." Seine eigene Elf hielt mit Einsatz dagegen – trotz Personalsorgen: "Wir hatten wieder fünf Ausfälle. Der Rest der Mannschaft hat 90 Minuten gekämpft und ist in die Zweikämpfe gegangen." In der Nachspielzeit belohnte sich der Gastgeber doch noch: Filip Omazic stellte in Minute 90+2 auf 1:2. Mehr ließ Geresdorf nicht zu, auch weil die Gäste die Führung über die Linie brachten.
Bei aller Freude über drei Auswärtspunkte fand Andreas Gruber deutliche Worte der Anerkennung für Mannersdorf. "Sie sind spielerisch eine ganz gute Mannschaft. Dass sie am drittletzten Tabellenplatz stehen, entspricht nicht ihrer Leistung", sagte der Coach. Die Tabelle unterstreicht die Ausgangslage: Geresdorf rangiert nach 27 Runden mit 49 Punkten auf Rang vier, Mannersdorf steckt mit 26 Zählern auf Platz 14 fest – doch die Leistung nach der Pause zeigte, dass mehr möglich ist. Diskussionen über den Unparteiischen wollte Gruber nicht aufkommen lassen: "Der Schiedsrichter ist nicht zu diskutieren. Herr Lang hat gut gepfiffen." Eine Szene mit Elferalarm für Mannersdorf sah er kritisch: "Aus meiner Sicht war das unberechtigt." Unterm Strich blieb für ihn das Entscheidende: die konsequente erste Hälfte, die Arbeit gegen den Ball nach der Pause – und ein Auswärtssieg, den er ohne Zögern als "verdient" einordnete.