Spielberichte

"Unsere Offensive hat viele Tore gemacht – das war der Unterschied": Schuller über Weppersdorfs Meisterkurs

ASK Weppersdorf

Der 1. Klasse Mitte-Meister kommt aus dem Mittelburgenland: Der ASK Weppersdorf krönte eine starke Saison und setzte sich am Ende mit 73 Punkten hauchdünn vor Verfolger SV Forchtenstein (72) durch. Co-Trainer Lorandt Schuller blickt im Gespräch auf eine Rückrunde mit viel Disziplin, großem Zusammenhalt und einem Angriff, der den Ausschlag gab. Passend zum 80-Jahre-Jubiläum im Ort ist die Stimmung im Verein prächtig und der Blick richtet sich bereits auf die Aufgabe eine Liga höher.


Torwart in türkisem Trikot

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Geduld, Disziplin und viele Tore: so kam der Titel

Weppersdorf hatte über die ganze Saison gesehen mehr vom Spiel. Die Ranglisten-Kurve zeigt die Blau-Weißen in vielen Runden ganz oben, am Ende reichte ein Zähler Vorsprung zur Meisterschaft. Co-Trainer Lorandt Schuller bringt die Rückserie auf den Punkt: "Wir haben eine gute Rückrunde gespielt. Wir sind mit einem Punkt Vorsprung in die Winterpause und haben diesen Vorsprung bis zum Schluss halten können." Der Weg dorthin war kein Zufall. "Der Zusammenhalt im Team hat super funktioniert. Jeder hat für jeden gekämpft. Wir haben die Ruhe bewahrt, Disziplin war da", betont Schuller. Den sportlichen Schlüssel verortet er vorne: "Unsere Offensive hat sehr viele Tore gemacht – das war der Unterschied." Die Mischung aus Ruhe, Ordnung und Torhunger trug die Mannschaft über die Ziellinie, obwohl Verfolger Forchtenstein bis zum letzten Spieltag Druck machte.

80-Jahre-Feier, starke Achse und klare Rollen

Die Titelparty fiel nicht zufällig besonders groß aus, denn im Ort wurde heuer das 80-Jahre-Jubiläum gefeiert. "Die Stimmung ist sehr gut. Das 80-Jahre-Jubiläum in Weppersdorf und der Meistertitel passen perfekt zusammen", sagt Schuller und spricht von positiver Energie in Kabine und Verein. Sportlich hebt er eine Achse hervor, die Woche für Woche voranging: "Sebastian Böhm hat sportlich und menschlich sehr viel beigetragen, die Mannschaft zusammengehalten." In der Torjägerliste des eigenen Teams nennt er klare Fixpunkte: "Zu unseren besten Torschützen zähle ich David Gera, Gabor Markus und Martin Gosztola." Strukturell bleibt alles beim Alten und auch personell soll die Meistermannschaft als Kern erhalten bleiben. "Fix ist momentan noch nichts. Wir sind mit Spielern im Gespräch. Abgänge werden normalerweise nicht sein. Die Mannschaft bleibt großteils zusammen, wir ergänzen uns mit ein, zwei Spielern", erklärt der Co-Trainer. Diese Stabilität ist gewollt, denn sie hat den Titel erst möglich gemacht.

Nächste Stufe: 2. Liga Mitte, Kader-Feinschliff und Ziel Klassenerhalt

Der Fokus liegt nun auf der neuen Herausforderung in der 2. Liga Mitte. Schuller dämpft Erwartungen, ohne die eigene Linie zu verlassen: "In der zweiten Liga wird es schwieriger. Wir müssen ruhig bleiben, noch disziplinierter, mit mehr Leidenschaft und Konzentration. Unser Ziel ist der Klassenerhalt." Der Kader soll dafür punktuell verstärkt werden, die Basis bleibt. Eine Personalie steht jedoch fest: "Elias Graf fällt nach einer Routine-OP am Knie bis September aus, danach ist er wieder dabei." Auch der Blick auf die Konkurrenz ist geschärft. "Nikitsch hat mich überrascht, die waren stärker als erwartet. Und Forchtenstein hat den Titelkampf bis zum Schluss offen gehalten", so Schuller. Genau gegen solche Gegner, die dranbleiben und jede Nachlässigkeit bestrafen, will Weppersdorf künftig bestehen. Der Plan dafür steht: kompakt bleiben, vorne wieder zupacken und sich Schritt für Schritt an die höhere Gangart gewöhnen.