Nach Rang drei in der vergangenen Saison will die SPG Nikitsch/Kr. Minihof auch in der 1. Klasse Mitte vorne dabei bleiben – diesmal mit dem neuen Trainer Daniel Pratl von der SPG Nikitsch/Kr. Minihof, der im Gespräch mit Ligaportal eine klare Ausgangslage skizziert: Der personelle Umbruch hält sich in Grenzen, zwei Neuzugänge und ein Rückkehrer sollen rasch eingebaut werden, dazu bleibt das Ziel trotz Trainerwechsels ambitioniert. Im Vereinsumfeld sorgen außerdem zwei Jubiläen für einen besonderen Rahmen.

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Pratl übernimmt eine Mannschaft, die zuletzt eine starke Saison gespielt hat, auch wenn er damals noch nicht selbst verantwortlich war. Entsprechend respektvoll fällt seine Einordnung aus. „Mein Vorgänger hat das sehr gut gemacht und ist Dritter geworden – auch dank einer guten Offensive und einer guten Defensive“, sagt der neue Coach. Viel mehr als eine kurze Bilanz braucht es da nicht: Die Spielgemeinschaft hat im Vorjahr in beide Richtungen überzeugt und sich damit selbst einen hohen Maßstab gesetzt.
Genau darin liegt nun auch die erste Herausforderung für Pratl. Er steigt nicht in einen Neuaufbau ein, sondern bei einer Mannschaft, die an ein funktionierendes Jahr anschließen will. Der Trainerwechsel kam zustande, weil der bisherige Spielertrainer Gellert Ivancsics den Verein verlassen hat. Er ist gleichzeitig der einzige Abgang. Dass ein so vielseitig einsetzbarer Mann nicht leicht zu ersetzen ist, liegt auf der Hand, doch von einer größeren Baustelle will in Nikitsch und Kroatisch Minihof niemand sprechen.
Die Kaderplanung fällt überschaubar aus. Mit Bendeguz Kovacs kommt ein Stürmer, dazu stößt mit Bontond Major ein Mittelfeldspieler zur Mannschaft. Außerdem kehrt mit Goran Erseg ein Spieler nach drei Jahren zurück. Damit bleibt das Grundgerüst erhalten, während Pratl an einigen Stellen neue Reize setzen kann.
Der Schwerpunkt in der Vorbereitung ist entsprechend klar. „Wir haben zwei bis drei neue Spieler“, sagt Pratl. Vor allem deren Integration steht im Mittelpunkt. Dazu will der Trainer in den Spielformen an beiden Enden des Feldes zulegen. „Verbesserungen in der Offensive und Defensive sowie bei den Standardsituationen“ nennt er als jene Punkte, an denen gezielt gearbeitet wird. Die personelle Lage hilft dabei: Verletzte oder längere Ausfälle gibt es derzeit nicht.
Zurückhaltung ist bei den Zielsetzungen nicht zu hören. Pratl formuliert den Anspruch ohne Umwege: „Wir wollen schon wie letzte Saison in die Top drei und wenn möglich ganz nach oben.“ Für einen neuen Trainer ist das eine bemerkenswert klare Ansage, zumal sie nicht mit einem großen Kaderumbruch verknüpft ist. Die Spielgemeinschaft setzt also weniger auf einen Neustart als auf Kontinuität mit frischen Impulsen.
Zusätzliche Bedeutung bekommt die neue Saison auch abseits des Rasens. Die beiden Stammvereine der Spielgemeinschaft haben heuer Grund zum Feiern: Der SC Nikitsch begeht sein 70-jähriges Jubiläum, Kroatisch Minihof das 80-jährige. Für das Umfeld ist das mehr als eine Randnotiz, weil heuer sportliche Erwartungen und Vereinsgeschichte zusammenkommen.
Wenn am 1. August die neue Meisterschaft beginnt, geht die SPG Nikitsch/Kr. Minihof mit einer Mannschaft in die Saison, die ihren Platz im Spitzenfeld behaupten will. Vieles bleibt vertraut, auf der Trainerbank und in einzelnen Positionen gibt es dennoch neue Akzente. Der Anspruch ist jedenfalls klar: Die gute Ausgangslage aus dem Vorjahr soll nicht nur verwaltet, sondern in der neuen Saison bestätigt werden.