In der 1. Klasse Mitte hat ASK Tschurndorf gegen SC Kroatisch Geresdorf eine 1:0-Pausenführung noch aus der Hand gegeben und am Ende mit 1:2 verloren. Für Geresdorf war es laut Trainer Andreas Gruber über weite Strecken eine unangenehme Aufgabe, weil seine Mannschaft auf dem kleinen Platz nicht ins gewohnte Spiel fand. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie aber rasch.

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Gruber machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass sich seine Mannschaft auf diesem Platz schwergetan hat. „Für uns war das über 90 Minuten eine zähe Angelegenheit. Mit dem kleinen Platz kommen wir generell nicht gut zurecht, wir konnten unser Spiel nicht aufziehen und hatten laufend Probleme“, sagte der Trainer von Geresdorf. Genau dieses Bild zeigte sich auch im Spielstand zur Pause. Tschurndorf nutzte die Bedingungen, hielt die Partie offen und ging in der 28. Minute durch Dominik Gerencsér mit 1:0 in Führung. Dass die Gastgeber diesen Vorsprung mit in die Kabine nahmen, passte zu der Einschätzung des Gästetrainers, der seine Mannschaft vor der Pause nicht in ihrem gewohnten Rhythmus sah. Gleichzeitig verteilte Gruber auch Anerkennung an den Gegner. Tschurndorf habe sich nicht versteckt, „den Platz ausgenutzt“ und immer wieder versucht, nach vorne zu spielen.
Die entscheidende Phase sah Gruber unmittelbar nach der Pause. „Meiner Meinung nach war in der zweiten Halbzeit der Elfmeter ausschlaggebend, dass das Spiel zugunsten der Gäste kippte“, sagte er. Für ihn war die Szene klar zu bewerten: „Der Elfmeter war gerechtfertigt. Er ist unmittelbar vor den Augen des Linienrichters passiert, der das Foul unverzüglich angezeigt hat, und der Schiedsrichter hat dementsprechend gehandelt.“ In dieser Phase kam Geresdorf auch zum Ausgleich, als Mátyás Krizsonits in der 48. Minute das 1:1 erzielte. Nur sechs Minuten später war die Partie komplett gedreht. Das 1:2 fiel nach einem unglücklichen Eigentor von Adam Rapai. Gruber schilderte die Szene so: Ein Steilpass sei abgefälscht worden, „aber so, dass der Tormann nicht einmal ansatzweise eine Chance hatte“. Für Tschurndorf war das eine bittere Wendung, für Geresdorf der Moment, in dem das Spiel endgültig auf die eigene Seite kippte.
Auch wenn Geresdorf am Ende als Sieger vom Platz ging, sprach Gruber nicht von einem glanzvollen Auftritt, sondern von harter Arbeit. „Die Mannschaft hat über 90 Minuten gekämpft, Chancen kreiert, Lauf- und Einsatzbereitschaft gezeigt“, sagte er. Gerade deshalb misst er dem Auswärtssieg auch Gewicht bei, weil seine Mannschaft aus schwierigen Umständen noch das Maximum herausgeholt hat. Auf der anderen Seite fand er auch für Tschurndorf anerkennende Worte. „Tschurndorf hat sich nicht versteckt, spielerische Akzente gehabt und 90 Minuten lang voll dagegengehalten. Die Mannschaft muss man auf ihrem Platz erst einmal schlagen. Das wird nicht so einfach werden, wie viele glauben.“ Diskussionen über die Spielleitung wollte der Geresdorf-Trainer gar nicht erst aufmachen. Er bezeichnete die Partie als fair und sagte zur Leistung des Schiedsrichters: „Meiner Meinung nach sehr gut. Er hat sich durchgesetzt, hatte eine Linie und aus meiner Sicht gibt es nichts auszusetzen.“ Für Geresdorf stehen damit nach drei Runden weiter neun Punkte zu Buche, während Tschurndorf trotz einer guten ersten Hälfte knapp leer ausging.