In der 1. Klasse Mitte hat sich SC Unterpullendorf am Sonntag mit Sportclub Dörfl 2:2 getrennt. Nach Ansicht von Sektionsleiter Michael Fazekas war der Punktgewinn für die Gäste eher glücklich, weil Unterpullendorf früh in Führung ging, über weite Strecken Druck machte und erst in der 87. Minute durch Bertold Popovics zum aus seiner Sicht verdienten Ausgleich kam.

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Der Start gehörte klar den Unterpullendorfern. Schon in der 2. Minute brachte Dominik Hunor Csak die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau dieser frühe Treffer passte aus Sicht von Fazekas perfekt zum Matchplan. „Wir waren sehr gut eingestellt. Von Anfang an konnten wir die Gäste unter Druck setzen“, sagte der Sektionsleiter nach dem Spiel. Unterpullendorf blieb nach seiner Schilderung auch nach dem Führungstor am Drücker und ließ Dörfl fast gar nicht zur Geltung kommen. Dass es trotzdem nicht mit einer Führung in die Halbzeitpause ging, lag am Ausgleich von Cristian-Nicolae Fara in der 39. Minute. Für Fazekas war dieses 1:1 „eher glücklich für die Gäste“, weil seine Mannschaft bis dahin deutlich mehr vom Spiel gehabt habe.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Fazekas lange Zeit ein ähnliches Bild. Unterpullendorf blieb laufstark, arbeitete weiter intensiv und versuchte, den Gegner hoch zu pressen. Die Gastgeber belohnten sich in dieser Phase allerdings nicht, während Dörfl in der 77. Minute mit der ersten wirklich gelungenen Aktion der zweiten Hälfte zum 1:2 kam. Torschütze war Gergö Nemeth. Fazekas ordnete auch diese Szene klar ein: „Dörfl kam mit der ersten gut gelungenen Aktion sehr glücklich zum 1:2.“ Danach reagierte Unterpullendorf von außen. „Unser Trainer stellte nochmals um und wir versuchten, noch mehr nach vorne zu pressen. Das gelang uns relativ gut“, sagte Fazekas. Der Aufwand zahlte sich in der 87. Minute aus, als Bertold Popovics nach einem Eckball das 2:2 erzielte.
Dass am Ende trotzdem nicht drei Punkte auf der Habenseite standen, wurmte die Gastgeber spürbar. Gleichzeitig klang bei Fazekas aber auch Stolz auf die eigene Vorstellung durch. „Eigentlich geht das Ergebnis für uns in Ordnung, obwohl wir uns nach dem Spielverlauf die drei Punkte verdient hätten“, meinte er. Besonders deutlich wurde er beim Blick auf die Leistung seiner Mannschaft. „Die Leistung der gesamten Mannschaft war sensationell, kämpferisch an der Grenze“, sagte der Sektionsleiter und ergänzte, man habe gesehen, „dass in der Mannschaft etwas Gutes drinnensteckt“. Als wichtigste Punkte nannte er die gute Einstellung sowie die kämpferische und läuferische Arbeit. Gerade diese Tugenden sorgten dafür, dass Unterpullendorf gegen einen Gegner, den man „eigentlich stärker erwartet“ habe, über lange Strecken das aktivere Team war.
Weil der Ausgleich erst in der 87. Minute fiel, blieb den Gastgebern am Ende nicht mehr genug Zeit, um die Partie noch ganz zu drehen. Fazekas meinte dazu: „Das Remis gelang uns erst in der 87. Minute, schlussendlich waren dann beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden.“ Das erklärt auch, warum nach dem Abpfiff zwar ein wenig Ärger über den verpassten Heimsieg da war, das Spiel insgesamt aber dennoch Mut machen konnte. Zur Spielleitung fand der Unterpullendorfer Funktionär ebenfalls klare Worte: „Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung sehr gut.“ Nur bei einer Entscheidung sah er Gesprächsstoff, ohne sie genauer bewerten zu wollen. Für Unterpullendorf steht damit nach drei Runden der erste Punkt zu Buche, und auf der gezeigten Leistung lässt sich aus Sicht der Gastgeber jedenfalls aufbauen.