In der 1. Klasse Mitte hat sich ASK Raiding am Sonntag mit 2:0 gegen den Sportverein Loipersbach durchgesetzt. Zur Pause stand es noch 0:0, dann entschieden Treffer von Manuel Posch und Norbert Janos Halasz die Partie binnen zwei Minuten. Co-Trainer Anton Drabeck sprach danach von einem sehr schwierigen Gegner, sah den Sieg aber deshalb verdient, weil seine Mannschaft nach der Führung nicht zurückwich, sondern weiter nach vorne spielte.

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Drabeck machte gleich klar, dass Raiding gegen Loipersbach nichts geschenkt bekam. "Das war heute ein sehr schwieriger Gegner, eine junge, bissige Mannschaft", sagte der Co-Trainer und beschrieb damit ziemlich genau den Verlauf vor der Pause. Vieles lief in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, das 0:0 nach 45 Minuten passte aus seiner Sicht deshalb gut zum Spiel. Erst nach rund einer Stunde bekam die Partie eine klare Richtung. Das 1:0 in der 60. Minute fiel laut Drabeck nach einem gut ausgespielten Angriff über die rechte Seite und einem Stanglpass auf Manuel Posch. Nur zwei Minuten später legte Norbert Janos Halasz das 2:0 nach. Damit war das Spiel zwar noch nicht erledigt, aber Raiding hatte nun die Kontrolle. "Gleich nach dem 1:0 ist das 2:0 gefallen, und wir haben danach auch noch zwei Sitzer gehabt", sagte Drabeck. Gerade deshalb hielt er fest, dass der Heimsieg aufgrund der Zahl der Chancen in der zweiten Hälfte "auch mit 2:0 in Ordnung" gegangen sei.
Genau in dieser zweiten Halbzeit sah Drabeck auch den Hauptgrund für den Erfolg. "Wir haben heute nicht verwaltet. Wir haben nach dem 1:0 nach vorne gespielt. Wir haben auch nach dem 2:0 immer probiert, nach vorne zu spielen", sagte er. Für ihn war das wichtiger als jede taktische Detailfrage. "Da geht es gar nicht so um taktische Sachen. Da geht es wirklich darum, dass man von der ersten Minute bis zum Abpfiff als Mannschaft auftritt." Raiding habe sich nach der ersten Niederlage genau das vorgenommen: völlig unabhängig davon, wie ein Spiel ausgeht, soll die Mannschaft nach dem Schlusspfiff sagen können, dass sie alles investiert hat. Drabeck hob in diesem Zusammenhang besonders hervor, dass viele Akteure schon seit dem Nachwuchs im Verein sind. Acht Spieler seien diesmal auf dem Platz gestanden, die schon seit jungen Jahren in Raiding dabei sind. Dazu kommen mit Julian Gneis, Manuel Posch, Niklas Gneis und Simon Höttinger laut Drabeck Führungsspieler, die Verantwortung übernehmen und der Mannschaft derzeit viel Halt geben.
Bei aller Freude über die drei Punkte verlor Drabeck auch einige anerkennende Worte über den Gegner. Loipersbach sei "ein sehr guter Gegner" und befinde sich auf einem guten Weg, sagte er, dazu lobte er den jungen und engagierten Trainer der Gäste. Auffällig fand er, dass auf beiden Seiten viele Eigenbauspieler am Platz standen. "Heute haben zwei Mannschaften miteinander Fußball gespielt, da standen auf einmal zwanzig Österreicher am Platz. Das sieht man nur selten", meinte der Co-Trainer. Passend dazu sprach er von einem sehr fairen Spiel, in dem es auch nach dem Schlusspfiff ordentlich geblieben sei. Der Blick geht in Raiding trotzdem schon weiter, weil personell erneut umgestellt werden muss. Umso wichtiger ist für Drabeck, dass auch die U23 mitzieht. Die Reserve holte in vier Spielen zehn Punkte, trat diesmal mit nur zwölf Spielern an und gibt dem Verein jene Breite, die in solchen Wochen gebraucht wird. Mit neun Punkten aus vier Runden bleibt Raiding vorne dabei, und Drabeck formulierte es passend: "Derzeit sind wir auf Schiene."