Spielberichte

"Wir haben die Tore fast selber geschossen" – Stoob verliert in Dörfl klar mit 1:5

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SC Dörfl
ASK Stoob

In der 1. Klasse Mitte hat sich Sportclub Dörfl am Sonntag gegen ASK Stoob klar mit 5:1 durchgesetzt. Aus Sicht der Gäste war die Partie zunächst noch offen, ehe individuelle Fehler, unnötige Ballverluste und fehlende Konsequenz das Spiel kippen ließen. Michael Kaplan ließ am Ende jedenfalls an der Überlegenheit der Gastgeber keinen Zweifel.


Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichen begonnen, dann schnell den Faden verloren

Kaplan sah in der Anfangsphase noch eine Partie auf Augenhöhe. "Der Anfang ist gleichauf gewesen, dann haben wir blöde Tore bekommen und den Zugriff aufs Spiel verloren", fasste der Obmann-Stellvertreter die Entwicklung zusammen. Nach einer Viertelstunde brachte Gergö Nemeth Dörfl mit 1:0 in Führung, Stoob konnte durch Andreas Imre in der 20. Minute aber noch einmal ausgleichen. Lange hielt dieses 1:1 allerdings nicht. Nur zwei Minuten später stellte Cristian-Nicolae Fara auf 2:1, und damit war aus Stoober Sicht genau jene Phase eingeleitet, in der die Gäste den Halt in der Partie verloren.

Dörfl legt vor der Pause nach und zieht nach dem Wechsel davon

Noch vor der Pause baute Dörfl den Vorsprung weiter aus. In der 40. Minute traf erneut Cristian-Nicolae Fara, sodass die Gastgeber mit einem 3:1 in die Kabine gingen. Für Stoob war das ein schwerer Zwischenstand, weil man nach dem Ausgleich kurz hoffen durfte, sich aber nicht stabilisieren konnte. Nach dem Seitenwechsel blieb Dörfl das aktivere Team und setzte den Lauf fort. Csaba Varga erhöhte in der 58. Minute auf 4:1, sechs Minuten später machte Gabor Balint Nemeth mit dem 5:1 alles klar. Kaplan brachte das nüchtern auf den Punkt: "Dann kriegst du halt irgendwann fünf Tore." Dass der Spielstand am Ende so deutlich ausfiel, wollte er nicht nur am Tormann festmachen. "Der Torwart hält uns sonst immer den Rücken frei, da trifft ihn keine Schuld", sagte er.

Individuelle Fehler und vergebene Chancen als Hauptgründe

Aus Stoober Sicht lag der größte Unterschied nicht in einem einzelnen Moment, sondern in vielen kleinen Dingen, die sich im Verlauf der Partie summierten. Kaplan sprach von "unnötigen Ballverlusten" und davon, dass seine Mannschaft in manchen Situationen nicht konsequent genug gewesen sei. "Wir haben die Tore fast selber geschossen", sagte er, ohne die Verantwortung auf einzelne Spieler abzuwälzen. Dazu kam, dass Stoob die eigenen Möglichkeiten nicht nutzte. "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt", erklärte Kaplan, und genau darin sah er neben den individuellen Fehlern einen entscheidenden Punkt. Er verwies außerdem auf die personelle Lage: "Wir haben leider vier verletzte Spieler gehabt, die eigentlich zur Stammelf zählen." Unter dem Strich habe deshalb "nicht alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben".

Kaplan erkennt die Stärke des Gegners klar an

So deutlich Kaplan die eigenen Mängel benannte, so klar fiel auch seine Einschätzung über Dörfl aus. "Dörfl hat den Ball gut rennen lassen und war im Endeffekt die bessere Mannschaft", meinte er. Noch deutlicher wurde er beim Vergleich beider Teams: "Sie haben besser gespielt, waren aggressiver nach vorne und haben unsere individuellen Fehler eiskalt ausgenutzt." Auch am Unparteiischen wollte Kaplan den Nachmittag nicht festmachen. "Der Schiedsrichter war in Ordnung, das hat gepasst", sagte er. Für Dörfl bedeutet der 5:1-Heimsieg, dass man nach vier Runden bei zehn Punkten hält und ganz vorne dabei ist. Kaplan traut den Gastgebern eine starke Saison zu: "Das ist eine gute Truppe. Ich rechne damit, dass sie am Ende ganz vorne sein werden und um die Meisterschaft mitreden." Für Stoob bleibt nach dieser Niederlage die Aufgabe, die Ausfälle zu kompensieren, vor dem Tor konsequenter zu sein und die Fehlerquote rasch zu senken.

1. Klasse Mitte: SC Dörfl : Stoob - 5:1 (3:1)

  • 64
    Gabor Balint Nemeth 5:1
  • 58
    Csaba Varga 4:1
  • 40
    Cristian-Nicolae Fara 3:1
  • 22
    Cristian-Nicolae Fara 2:1
  • 20
    Andreas Imre 1:1
  • 15
    Gergö Nemeth 1:0