In der 1. Klasse Mitte musste sich UFC Neckenmarkt der SPG Rabnitztal mit 0:4 geschlagen geben. Franz Ecker sah dabei lange kein Spiel, das in dieser Höhe hätte enden müssen. „Wir konnten die Chancengleichheit nicht in Tore ummünzen“, sagte der Obmann nach dem Schlusspfiff. Aus seiner Sicht kippte die Partie durch Gegentreffer kurz vor der Pause und direkt nach Wiederbeginn entscheidend zugunsten der Gäste.

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Neckenmarkt kam nach Einschätzung von Franz Ecker ordentlich in die Partie und war in der ersten Halbzeit keineswegs die schwächere Mannschaft. „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Heimischen“, sagte der Obmann und beschrieb damit eine Phase, in der die Gastgeber gut im Spiel waren, sich dafür aber nicht belohnten. Dass es dennoch mit einem Rückstand in die Kabinen ging, war aus seiner Sicht besonders bitter. In der 44. Minute brachte Balazs Vidak die Gäste mit 1:0 in Führung, und Ecker führte diesen Treffer auf einen Fehler nach einem Corner zurück. „Knapp vor der Pause gelang nach einem Corner durch einen Eigenfehler das 1:0, und damit war die erste Halbzeit eigentlich unbelohnt geblieben“, sagte er. Genau dieser Zeitpunkt machte den Rückstand aus seiner Sicht noch unangenehmer, weil Neckenmarkt bis dahin mithalten konnte und die Partie offen wirkte.
Was die Gastgeber schon kurz nach Wiederbeginn weiter ins Hintertreffen brachte, war für Ecker der eigentliche Knackpunkt der Begegnung. In der 48. Minute erhöhte Jozsef Tatai auf 2:0, und für den Neckenmarkter Obmann war dieser Treffer bereits eine „leichte Vorentscheidung“. „Gleich nach der Pause kassierten wir das 2:0, und das war leider schon eine leichte Vorentscheidung. Dieser vermeidbare Treffer hat die zweite Halbzeit ganz schwer gemacht“, ordnete er diese Phase ein. Ganz erledigt war das Spiel damit aus seiner Sicht noch nicht, denn beim Stand von 0:2 bot sich eine Szene, die die Partie vielleicht noch einmal hätte öffnen können. „Ausschlaggebend war beim Stand von 0:2 noch ein Freistoß, den Daniel Fuchs leider an die Stange setzte. Das hätte mit dem 2:1 noch einen leichten Umschwung herbeiführen können“, sagte Ecker. Weil dieser Anschluss aber ausblieb, wurde es danach immer schwieriger. Balazs Vidak stellte in der 61. Minute auf 3:0, ehe Tatai fünf Minuten später mit dem 4:0 den Endstand fixierte. Ecker sprach auch bei diesen Treffern von Fehlern, betonte aber gleichzeitig, dass die Partie aus seiner Sicht schon davor klar in Richtung der Gäste gekippt war.
In seiner Analyse sah Ecker den Unterschied weniger in einer klaren Überlegenheit des Gegners als in der Effizienz vor dem Tor. Rabnitztal habe „durchaus gute Einzelspieler, vor allem im Sturm sehr schnelle Spieler“ gehabt und die wenigen Möglichkeiten konsequent genutzt. Für Neckenmarkt sei genau das nicht gelungen. „Der Rest war eigentlich über weite Strecken, vor allem bis zum 2:0, auf Augenhöhe. Wir konnten die Chancengleichheit nicht in Tore ummünzen, und das war entscheidend für die Niederlage“, sagte Ecker. Deshalb empfand er das 0:4 zwar als etwas zu hoch, nicht aber als unverdient. „Wenn man die Chancen nicht nützt, muss man sich nicht wundern, wenn man verliert“, brachte er es auf den Punkt. Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen wollte er ausdrücklich keinen aufmachen. „Der Schiedsrichter war aus meiner Sicht absolut in Ordnung“, sagte Ecker. Trotz der klaren Niederlage fand er zum Schluss noch versöhnliche Worte für seine Mannschaft. „Ich darf den Burschen trotzdem gratulieren. Sie stecken nicht auf. Sie beweisen beim Training unter der Woche, dass sie noch mit vollem Einsatz bei der Sache sind. Das lässt zumindest das Herz im UFC höher schlagen.“ Genau dieser Satz war nach einem enttäuschenden Nachmittag in Neckenmarkt wohl die wichtigste Botschaft für die nächsten Wochen.