Spielberichte

Dominik Gindl (Trainer UFC Pamhagen): "Wir wollten den Sieg mehr"

UFC Pamhagen
ASV Zurndorf

Im Duell der 22. Runde der 1. Klasse Nord setzte sich der UFC Pamhagen daheim mit 2:0 gegen den ASV Raiffeisenbank Zurndorf durch. Trainer Dominik Gindl sprach danach von einem „ungefährdeten Sieg“, auch wenn Zurndorf früh gefährlich wurde. Doppelpacker Marcel Unger traf in der 9. und 43. Minute zur 2:0-Pausenführung, danach blieb es beim Ergebnis. Für Gindl war ausschlaggebend, dass seine Mannschaft den Plan umsetzte und „den Sieg mehr wollte“ – ein Abend, der dem UFC im unteren Mittelfeld spürbar Luft verschaffte.


Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühes 1:0, vor der Pause nachgelegt – Pamhagen nutzt die Momente

Pamhagen startete zielstrebig, kam aber zunächst nicht zur ersten großen Möglichkeit – die hatte laut Trainer Dominik Gindl der Gegner. „Zurndorf hatte sofort zu Beginn die erste Torchance, hat dann aber zu viel gedribbelt und sie nicht verwertet“, schilderte der Coach. Fast im Gegenzug stellte Marcel Unger die Weichen: In der 9. Minute drückte der Stürmer zum 1:0 ein. Mit der Führung im Rücken wirkte Pamhagen abgeklärt und suchte immer wieder den schnellen Weg nach vorne. Kurz vor der Pause legte erneut Unger nach und erhöhte in Minute 43 auf 2:0 – ein Treffer zum perfekten Zeitpunkt, der sich auch im Halbzeitstand widerspiegelte. Ganz ohne Gefahr blieb es nicht: „Beim Stand von 2:0 hatte Zurndorf zweimal die große Chance auf das 2:1“, so Gindl. Gleichzeitig betonte er, dass seine Elf davor und danach ihrerseits Möglichkeiten hatte, das Ergebnis weiter auszubauen. Nach dem Seitenwechsel hielten die Hausherren den Vorsprung souverän, ließen wenig zu und brachten den verdienten Sieg trocken ins Ziel.

Gindl lobt Willen, Kollektiv und das Umsetzen des Matchplans

Im Gespräch rückte Dominik Gindl weniger einzelne Kabinettstückchen als vielmehr Charakter und Arbeit seiner Truppe in den Mittelpunkt. „Besonders das erste Tor zeigte, dass wir voll am Platz waren. Wenn ich an meinen Stürmer denke, der da verbissen nachgesetzt und eine Unabstimmigkeit der Defensive ausgenutzt hat – da hat man gesehen, dass wir den Sieg mehr wollten als Zurndorf“, erklärte der Trainer. Für ihn war die größte Stärke „ganz klar der Wille, dass wir uns aus der Gefahrenzone schießen wollten“. Dazu kam das Miteinander: „Man hat gesehen, dass Pamhagen die eingeschworenere Truppe war, wir sind mehr Wege für den Mitspieler gegangen und haben uns gegenseitig geholfen.“ Inhaltlich passte es ebenfalls. „Das Trainierte wurde sehr gut umgesetzt. Mit kompakter Defensivleistung und guten Bällen hinter die gegnerische Abwehr konnten wir den Gegner außer Gefecht setzen. So sind auch beide Tore entstanden“, meinte Gindl. Gleichzeitig blieb er bodenständig: „Technisch haben wir Luft nach oben und auch taktisch waren unnötige Fehler dabei. Aber wir haben einen Schritt nach vorne gemacht.“

Zurndorf unentschlossen, Diskussion um den Unparteiischen – und ein klarer Ausblick

Zum Gegner fand Gindl respektvolle, aber klare Worte. „Zurndorf hat sicher Topspieler in den eigenen Reihen, wirkte mir aber unbemüht und nicht sehr entschlossen in den Aktionen“, sagte der Coach. Ein Thema war für ihn auch der Schiedsrichter, wobei Gindl Wert auf den Ton legte: „Es gab strittige Szenen – unser Stürmer wurde aus meiner Sicht als letzter Mann niedergerissen. Der Schiedsrichter hat nicht reagiert und generell keine klare Linie gezeigt. Am meisten enttäuscht mich der fehlende Respekt gegenüber Spielern, Trainern oder Funktionären.“ Bemerkenswert fand er die lokale Note: „Schön war, dass fünf Zurndorfer und sieben Pamhagener in der Startelf standen – das hat Seltenheitswert in unserer Liga.“ Außerdem habe man gemerkt, „dass bei Zurndorf einige Spieler gefehlt haben“. Der Blick geht dennoch nach vorne: „Mit diesem Sieg haben wir, auch wenn noch nicht rechnerisch, mental die Klasse gehalten. Wir hören nicht auf zu spielen und wollen in den restlichen vier Partien in der Tabelle noch Plätze gutmachen.“

1. Klasse Nord: Pamhagen : Zurndorf - 2:0 (2:0)

  • 43
    Marcel Unger 2:0
  • 9
    Marcel Unger 1:0