Spielberichte

Franz Ziniel (Trainer UFC Podersdorf am See): "Ein Tor hat das Spiel entschieden"

UFC Podersdorf a. S.
UFC Purbach am See

Im Burgenland-Duell der 1. Klasse Nord zog UFC Podersdorf am See daheim gegen UFC RAIBA Purbach am See mit 0:1 den Kürzeren. Nach torloser erster Hälfte entschied Christian Rosner in Minute 50 die enge Partie. Podersdorfs Trainer Franz Ziniel sprach von einem engagierten Auftritt seiner Elf, die aus guten Kontern zu wenig machte: "Wir haben alles gegeben, aber unsere Möglichkeiten nicht finalisiert." Purbach bleibt damit im Aufstiegsrennen, Podersdorf hält Rang vier.


Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay

Podersdorf lauert auf Konter, Purbach legt forsch los

Vom Anpfiff weg war zu spüren, dass hier der Dritte gegen den Vierten spielt. Purbach trat entschlossen auf, Podersdorf blieb zunächst kompakt und lauerte auf Umschaltmomente. Trainer Franz Ziniel schilderte den Matchplan klar: "Wir waren auf den Gegner vorbereitet und haben uns eher defensiv verhalten, um im Konter auf Lauerstellung zu gehen." Zwei Mal roch es dabei richtig nach Führung. "Wir hatten zwei gute Kontermöglichkeiten. Ein Sololauf von Mate Fekete, der den Finalpass auf Elias Kolarik spielen wollte, aber der Ball sprang weg und wir konnten die Aktion nicht zu Ende spielen. Dazu eine zweite Gelegenheit von Fekete, die ungenützt blieb." Auf der Gegenseite fand Purbach Antworten, "hat vor allem über Dragschitz das Spiel gelenkt", wie Ziniel berichtete. Abschlüsse der Gäste versandeten jedoch im dichten Podersdorfer Abwehrverbund – zur Pause stand es folgerichtig 0:0.

Rosner staubt ab – der Goldtreffer kurz nach der Pause

Die Entscheidung fiel früh im zweiten Durchgang. In Minute 50 traf Christian Rosner für die Gäste zum 0:1. Ziniel nannte ihn den "Torschützenkönig vom Dienst" und beschrieb die Szene genau: "Purbach greift halblinks an und schießt aufs Tor, Torhüter Andras Köllö wehrt ab und Rosner erkennt die Situation am schnellsten. Er staubt aus sieben, acht Metern ab. Drei Podersdorfer standen in der Nähe, kamen aber zu spät, um den Schuss zu blocken." Podersdorf schüttelte sich und suchte den Ausgleich, unter anderem nach Standards: "Wir hatten nach der Pause eine gute Möglichkeit nach einem Eckball", so der Coach. Ab der 70. Minute ging er volles Risiko: "Wir haben auf Dreierkette umgestellt und mit zwei Stürmern verzweifelt den Ausgleich gesucht." Eine späte Chance strich über das Gehäuse – die Belohnung blieb aus.

„Kein Beinbruch“ – Anerkennung für Purbach, Fokus auf Nickelsdorf

Im Nachgang verteilte Ziniel faire Komplimente an den Sieger: "Purbach ist eine sehr kompakte Truppe mit Schlüsselspielern wie Dragschitz, Rosner und auch Krchnak. Sie waren im Kollektiv gut und eben um dieses Quäntchen vorne: Sie machen das Tor, wir aus zwei, drei Konterchancen keines." In der Schlussphase verteidigten die Gäste den Vorsprung clever. Zur Spielleitung meinte Ziniel: "Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen in Ordnung. Purbach war in den Zweikämpfen nicht zimperlich, aber daran hat es nicht gelegen. Entscheidend war, dass wir unsere Chancen nicht zu Ende gespielt haben." Den Blick richtete er sofort nach vorne: "Es ist für uns kein Beinbruch. Wir wollen ein gutes Frühjahr mit einem Cup-Platz abschließen. Dazu brauchen wir in Nickelsdorf ein positives Erlebnis, sprich ein Remis oder einen Sieg." Zudem hielt er fest: "Die Tabelle lügt nicht nach vielen Runden. Platz vier ist für uns okay – und den wollen wir halten."

1. Klasse Nord: Podersdorf : Purbach am See - 0:1 (0:0)

  • 50
    Christian Rosner 0:1