Saisonbilanz in der 1. Klasse Nord beim ASV Raiffeisenbank Zurndorf: Trainer Miroslav Milosevic spricht von einer Saison mit Höhen und Tiefen, einem ordentlichen sechsten Platz, aber einem verpassten Cup-Platz. „Wir müssen konstanter werden“, betont der Coach und rückt in der Vorbereitung die Defensive in den Mittelpunkt. Die Stimmung im Verein ist positiv, der Kader steht weitgehend, dazu gab es Veränderungen im Umfeld und auf der Tormann-Position. Das Ziel für die neue Spielzeit ist klar formuliert: weiterentwickeln und in die Top Fünf.

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Wenn Miroslav Milosevic auf die abgelaufene Saison blickt, spart er nicht mit Klartext. „Prinzipiell war es eine Saison mit Höhen und Tiefen“, sagt der Zurndorf-Coach und beschreibt genau das Wechselspiel, das seine Truppe prägte. Gegen die Top-3-Mannschaften habe man „immer wieder sehr gute Leistungen hingebracht“, gleichzeitig aber gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte unnötig Punkte liegen gelassen. Was funktionierte, benennt er ebenso: „Teilweise war das Positionsspiel gut, das Spiel nach vorne auch. Teilweise haben wir in der Abwehr gut verteidigt.“ Dann gab es aber Phasen, „wo es nicht funktioniert hat“. Unterm Strich überwiegt ein gemischtes Gefühl: Der sechste Platz ist „einigermaßen zufriedenstellend“, dennoch bleibt die kleine Enttäuschung, „dass wir den Cup-Platz nicht erreicht haben“.
Rund um die Mannschaft klingt vieles nach Ruhe und Zuversicht. „Die Stimmung ist gut, die war davor auch gut“, betont Milosevic. Der Kader steht laut ihm zu „achtundneunzig, neunundneunzig Prozent“. Man halte die Augen am Markt offen, ohne Druck zu verspüren: „Vielleicht ergibt sich das eine oder andere. Es ist kein Muss.“ Einen Abgang gibt es bereits zu vermelden und der betrifft die Tormann-Position: „Wir haben unseren Tormann, Matús Ruzinský, abgegeben. Da haben wir einen Ersatz gefunden.“ Auch neben dem Platz wurde geschraubt: Die Position des sportlichen Leiters wurde neu besetzt. „Ich bin mit ihm in engem Austausch, wir managen das gemeinsam“, sagt Milosevic und nutzt die Gelegenheit für ein Dankeschön an seinen Vorgänger für die geleistete Arbeit. Positiv zudem: Angeschlagene Spieler meldeten sich zurück. „Dank der Pause sind alle wieder gesund und fit. Wir können aus dem Vollen schöpfen.“
Inhaltlich setzt Zurndorf in der Vorbereitung klare Schwerpunkte. „Wir müssen konstanter werden“, wiederholt Milosevic und meint damit einzelne Spieler ebenso wie die gesamte Mannschaft. Besonders im Blick hat er die Arbeit gegen den Ball: „Wichtiger Punkt wird sein, dass wir die Defensive stabilisieren, weil wir meiner Meinung nach einige unnötige Tore bekommen haben, die wir uns selbst verschuldet haben.“ Entsprechend will der Coach „sicherlich mehr investieren“ – auf dem Platz und in den Abläufen. Auch der Ligablick fällt realistisch aus. Die Qualität im oberen Drittel sei hoch, „vor allem Mönchhof und Wallern“ hätten ihn beeindruckt: „Das sind für mich die zwei Aufstiegskandidaten. Die spielen guten und intensiven Fußball.“ Für Zurndorf ist das Ziel dennoch selbstbewusst, aber bodenständig gesetzt: „Wir wollen uns verbessern, sprich einen Top-Fünf-Platz.“
Aus den Worten des Trainers spricht die Überzeugung, dass es keine radikale Neuausrichtung braucht, sondern saubere Arbeit an den Details. Milosevic sieht genügend Substanz im Kader, um den nächsten Schritt zu machen. „Prinzipiell ist alles sehr positiv im Verein“, sagt er und verbindet das mit einem Arbeitsauftrag für die kommenden Wochen: mehr Stabilität, weniger Geschenke, klare Abläufe. Transfers sind möglich, aber kein Muss – die Basis steht. Dass die Mannschaft gegen Topteams mithalten kann, hat sie gezeigt. Der Trainer weiß, wo Potenzial liegt: in den Spielen, in denen man zuletzt Punkte liegen ließ. Genau dort soll die Balance zwischen Mut nach vorne und Absicherung hinten greifen. Gelingt das, ist der Weg in Richtung Top Fünf offen.