In der 1. Klasse Nord hat FC Hill Jois beim UFC Pamhagen einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 2:1-Auswärtssieg gedreht. Für Co-Trainer Anton Kiss lag der Schlüssel nicht nur in den beiden Treffern in der Schlussviertelstunde, sondern schon in der Pause. „Die Kabinenpredigt des Cheftrainers und die Reaktion der Mannschaft in der zweiten Hälfte waren entscheidend“, sagte er nach dem zweiten Saisonsieg.

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Der Start verlief aus Sicht von FC Hill Jois überhaupt nicht nach Wunsch. Anton Kiss sprach das nach dem Schlusspfiff sehr offen an: „In der ersten Hälfte sind wir leider gar nicht ins Spiel gekommen.“ Schon in der 10. Minute geriet FC Hill Jois in Rückstand, als Lukas Mihalik für UFC Pamhagen das 1:0 erzielte. Kiss verwies dabei auf einen Stellungsfehler in der eigenen Defensive und meinte zugleich, dass die Szene aus seiner Sicht „leicht abseitsverdächtig“ gewesen sei. Den Treffer des UFC Pamhagen wollte er damit aber nicht schmälern. Im Gegenteil: Lukas Mihalik sei für ihn ein „Unterschiedsspieler“, der das 1:0 „herrlich erzielt“ habe. Dazu beschrieb der Co-Trainer den UFC Pamhagen insgesamt als kämpferisch starke Mannschaft. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war Kiss zufrieden: „Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung gut.“
Entscheidend wurde laut Kiss dann die Halbzeitpause. Dort gab es, wie er es nannte, eine „Kabinenpredigt“ vom Cheftrainer, und danach trat FC Hill Jois deutlich verbessert auf. „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt“, sagte Kiss, und genau das spiegelte sich im Spielverlauf wider. FC Hill Jois spielte in der zweiten Hälfte viel besser und versuchte auch mit Wechseln, neue Impulse zu setzen. Hakan Kara kam ins Spiel, später stellte FC Hill Jois noch weiter personell nach. Der Ausgleich in der 75. Minute passte dann zu dieser verbesserten Phase. Über die rechte Seite kam FC Hill Jois bis zur Torauslinie durch, der folgende Stanglpass wurde zunächst abgewehrt, doch der Ball fiel an die Strafraumgrenze. Dort stand Florian Johannes Steurer und traf mit einem scharfen Abschluss genau ins linke Eck zum 1:1. Aus einem Spiel, das lange in die andere Richtung gelaufen war, wurde damit plötzlich wieder eine offene Partie.
Nur eine Minute nach dem Ausgleich folgte jene Szene, die Kiss als eigentlichen Knackpunkt des Abends bezeichnete. Wieder war ein eingewechselter Spieler in der Vorbereitung beteiligt, diesmal mit einem Lochpass auf Hakan Kara. Der Angreifer lief allein auf den Tormann zu und schloss, wie es Kiss schilderte, „überlegt ins lange Eck“ zum 2:1 für FC Hill Jois ab. „Der Doppelschlag in der 75. und 76. Minute war entscheidend“, sagte der Co-Trainer. In seiner Analyse war damit auch gleich klar, worin der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften lag. „Die Chancenverwertung war sehr gut. Da haben wir fast das Optimum herausgeholt“, erklärte Kiss. Gleichzeitig machte er kein Geheimnis daraus, dass noch nicht alles gepasst hat: „Spielerisch ist noch Luft nach oben.“