In der 1. Klasse Nord musste sich der UFC Stotzing am dritten Spieltag mit 2:1 gegen den SV Wulkaprodersdorf durchsetzen. Nach einer torlosen ersten Hälfte zogen die Gastgeber die Partie nach der Pause mit zwei Treffern binnen sechs Minuten auf ihre Seite. Aus Sicht von Wolfgang Zeichmann war vor allem das 0:1 der Knackpunkt, weil Stotzing danach mehr Kontrolle bekam und Wulkaprodersdorf seine anfangs gute Linie nicht mehr halten konnte.

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Zur Pause hatte noch wenig darauf hingedeutet, dass Wulkaprodersdorf in Stotzing ohne Punkte heimfahren würde. Wolfgang Zeichmann sah seine Mannschaft im ersten Durchgang sogar im Vorteil und schilderte den Verlauf entsprechend klar: „In der ersten Halbzeit war Wulkaprodersdorf überlegen, hatte viele Möglichkeiten herausgespielt und war meistens in der Hälfte von Stotzing.“ Auf der Anzeigetafel stand nach 45 Minuten trotzdem ein 0:0, und genau das ließ die Partie offen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann aber deutlich. „In der zweiten Halbzeit hat sich das Spielgeschehen ein wenig gedreht“, sagte Zeichmann. Stotzing kam laut seiner Einschätzung „sehr gut aus der Kabine“ und nutzte diese Phase konsequent. In der 55. Minute brachte Leotrim Saliji die Gastgeber mit 1:0 in Führung, sechs Minuten später erhöhte Matthias Grassl nach einem Eckball auf 2:0.
Für den sportlichen Leiter der Gäste hing die Niederlage vor allem an diesem ersten Gegentor. Auf die Frage nach dem entscheidenden Moment antwortete Zeichmann ohne langes Suchen: „Meiner Meinung nach eindeutig der erste Treffer von Stotzing.“ Mit diesem Tor habe die Heimelf das Spiel besser in den Griff bekommen. „Stotzing konnte dann das Spielgeschehen mehr unter Kontrolle bringen und das Spiel an sich reißen“, sagte er. Dass Wulkaprodersdorf in dieser Phase nicht mehr die nötige Ruhe hatte, sprach Zeichmann offen an. „Zu wenig abgeklärt“, lautete seine knappe, aber deutliche Analyse. Dazu kamen personelle Probleme, die er ebenfalls nicht ausblendete. „Wir hatten auch ein paar Verletzte, und unseren jungen Spielern fehlt noch ein wenig die Abgebrühtheit.“ Den Unterschied zwischen den beiden Teams sah er deshalb „sehr stark an der Erfahrung und an der Abgebrühtheit der Stotzinger Mannschaft“.
Ganz weg war die Partie für Wulkaprodersdorf trotz des 0:2 allerdings nicht, nur kam die Reaktion aus Sicht der Gäste zu spät. Erst in der 88. Minute gelang der Anschlusstreffer zum 2:1, als Viktor Szabolcs Varga verkürzte. Auch dieses Tor ordnete Zeichmann noch einmal ein und hob dabei die Art des Angriffs hervor: „Der Anschlusstreffer war schön herausgespielt, und der Stürmer konnte allein vor dem Torwart gut abschließen.“ Mehr als dieses späte Tor sprang aber nicht mehr heraus. „Der Anschlusstreffer zum 1:2 kam ein wenig zu spät. Die letzten paar Minuten haben dann nicht mehr ausgereicht, um den Ausgleichstreffer zu erzielen“, sagte Zeichmann. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Strittige Situationen gab es fast keine.“ So blieb am Ende das Bild einer Partie, in der Wulkaprodersdorf lange ordentlich drin war, sich für eine gute erste Hälfte aber nicht belohnte und nach der Pause den Zugriff verlor.