In der 1. Klasse Nord hat UFC Pamhagen am Samstag bei UFC Pama mit 2:0 gewonnen. Zur Pause stand es zwar noch 0:0, doch die Gäste hatten laut Trainer Dominik Gindl schon davor mehr vom Spiel und ein klares Chancenplus. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Pamhagen schließlich für den Aufwand: Lukas Mihalik traf in der 73. Minute, David Fleischhacker legte in der 82. Minute nach.

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Dass es nach 45 Minuten noch torlos stand, passte aus Sicht der Gäste eigentlich nicht zum Verlauf. Gindl sagte: "Generell waren wir von der ersten Minute an sehr viel im gegnerischen letzten Drittel." Pamhagen störte den Gegner laut seinem Trainer schon früh beim Herausspielen, war das aktivere Team und erspielte sich immer wieder Möglichkeiten. "Wir haben uns sehr viele Chancen erspielt", betonte Gindl, der sogar schon nach rund zehn Minuten einen Ball hinter der Linie gesehen hatte. Dieser Treffer zählte wegen einer Abseitsentscheidung nicht. Dazu kam laut dem Pamhagen-Coach noch einige weitere große Möglichkeiten vor dem Pausenpfiff, diese blieben ebenfalls ungenutzt. So ging es trotz Überlegenheit nur mit einem 0:0 in die Kabinen.
Trotz des klaren Übergewichts wollte Gindl aber nicht von einem Spiel sprechen, das schon früh entschieden gewesen wäre. "Bis zum 1:0 bestand immer wieder die Gefahr, dass der Gegner uns irgendwie ein Tor macht", sagte er und verwies darauf, dass im Fußball oft auch ohne viele klare Chancen etwas passieren kann. Die Erlösung kam daher erst in der 73. Minute. Nach einem schönen Mittelfeldpressing schaltete Pamhagen schnell um, den Konter vollendete Lukas Mihalik zum 0:1. "Das größte Ereignis war natürlich der perfekt ausgespielte Konter zum 1:0", sagte Gindl. Nur wenige Minuten später legte David Fleischhacker in der 82. Minute nach einer Standardsituation das 0:2 nach. Danach, so der Trainer, habe seine Mannschaft die Partie "sehr sicher heruntergespielt" und sogar noch fast das dritte Tor erzielt.
Entsprechend zufrieden war der Trainer mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft den Sieg erarbeitet hat. "Man hat über die gesamte Spieldauer gespürt, dass wir den Sieg wirklich wollten", sagte Gindl. Als größte Stärken nannte er die Laufleistung, die Einsatzbereitschaft und auch den spielerischen Auftritt. Gerade das war ihm wichtig, weil Pamhagen laut eigener Wahrnehmung oft mit hartem Fußball verbunden wird. Diesmal, so sein Eindruck, habe seine Mannschaft "wirklich ein spielerisch schönes Match geliefert" und über neunzig Minuten den Ton angegeben. Gleichzeitig sprach Gindl aber auch das Thema an, das seine Elf schon seit Wochen begleitet: die fehlende Kaltschnäuzigkeit. "Es fehlt uns aktuell eine ordentliche Chancenverwertung", meinte er offen. Die Halbzeitansprache fiel deshalb deutlich aus: "Wir haben fünfzehn Minuten lang erklärt, dass der Ball ins Tor muss und nicht daneben oder darüber." Für Pama fand er trotz der Niederlage ebenfalls anerkennende Worte, weil die junge und ersatzgeschwächte Mannschaft tapfer verteidigte und alles gegeben habe. Pamhagen geht damit mit drei Punkten und Selbstvertrauen in die spielfreie Runde, und Gindl formulierte das Bild zum Abschluss passend: "Wenn man die Spieler nicht gestoppt hätte, würden sie jetzt noch für die Punkte laufen."