In der 1. Klasse Nord hielt der ASV Nickelsdorf gegen UFC RAIBA Purbach am See lange ein 0:0, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Roman Scherhaufer erlebte zunächst eine ausgeglichene Partie, sah danach aber Vorteile für Nickelsdorf. Weil die Gastgeber ihre Möglichkeiten nach der Pause nicht nutzten, konnte Purbach das Spiel in der Schlussphase noch für sich entscheiden.

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Über weite Strecken sprach wenig für ein 0:2. Scherhaufer beschrieb die erste Halbzeit als „ziemlich ausgeglichen, ohne große Chancen“, und der Zwischenstand von 0:0 zur Pause passte genau zu diesem Eindruck. Nach dem Seitenwechsel sah der Obmann seine Mannschaft dann klar verbessert. „In der zweiten Halbzeit hat Nickelsdorf besser gespielt und Möglichkeiten gehabt“, sagte er. Dazu kam laut Scherhaufer auch ein Stangenschuss. Weil diese Phase aber ohne Tor blieb, blieb die Partie offen. In Minute 80 brachte Moritz Kopf die Gäste mit einem Weitschuss in Führung, ehe die Begegnung nach der Roten Karte gegen Matus Rybansky in der 86. Minute noch schwieriger wurde. Das 0:2 von Mate Fekete fiel schließlich in der siebten Minute der Nachspielzeit, Scherhaufer sprach dabei von einem Konter am Schluss.
Genau dort machte Scherhaufer auch den Unterschied aus. „Wir haben die Möglichkeiten nicht genutzt, die wir gehabt haben“, sagte er, und bezog das ausdrücklich auf die zweite Hälfte. Aus seiner Sicht lag hier der entscheidende Punkt der Partie, weil Nickelsdorf nach der Pause mehr vom Spiel hatte, sich für diese Phase aber nicht belohnte. Purbach brauchte dagegen nicht viele Momente, um das Spiel auf seine Seite zu ziehen. „Purbach hat dann die Tore gemacht“, fasste Scherhaufer knapp zusammen. Das 0:1 kurz vor Schluss sei „natürlich entscheidend“ gewesen, dazu habe auch die Rote Karte eine wichtige Rolle gespielt. Spätestens nach diesem Rückschlag sei es für seine Mannschaft sehr schwer geworden, noch einmal zurückzukommen.
So deutlich das Ergebnis am Ende wirkte, so einseitig sah Nickelsdorfs Obmann das Spiel nicht. Gerade deshalb war der ausbleibende Ertrag nach der stärkeren zweiten Halbzeit aus seiner Sicht besonders bitter, weil er seiner Mannschaft sonst wenig vorzuwerfen hatte. „Die Einstellung war 90 Minuten top“, betonte Scherhaufer. Dass er die Rote Karte gegen Rybansky zugleich als „gerecht“ einordnete, passte zu seiner nüchternen Analyse nach dem Schlusspfiff. Für Nickelsdorf bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Leistung über weite Strecken stimmte, die entscheidenden Situationen aber nicht auf die eigene Seite gezogen wurden. Wenn die vorhandenen Möglichkeiten konsequenter verwertet werden, wird ein solcher Abend aus Sicht der Gastgeber anders ausgehen.