In der 1. Klasse Nord musste sich UFC Pamhagen am Samstag gegen SV Wulkaprodersdorf mit 1:2 geschlagen geben. Nach torloser erster Hälfte brachte Johannes Wieser die Gäste voran, David Fleischhacker glich in Unterzahl aus, ehe Adil Uysal den Endstand fixierte. Pamhagen-Trainer Martin Scholz wollte seiner Mannschaft danach dennoch nichts ankreiden: „Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen.“

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash
Vieles sprach aus Sicht von Scholz zunächst dafür, dass seine Mannschaft an diesem Nachmittag etwas mitnehmen könnte. „Die Spielanteile lagen mehr bei Pamhagen“, sagte der Trainer, der seine Elf in der ersten Hälfte zumindest leicht im Vorteil sah. Auf der Anzeigetafel stand zur Pause trotzdem ein 0:0, weil aus den größeren Feldanteilen kein Tor wurde. Gerade das passte für Scholz auch ins Bild der bisherigen Wochen. Er meinte, dass spielerisch nicht alles wie gewünscht funktioniert habe, weil einige Akteure wegen der Tabellenposition verunsichert seien. Damit beschrieb er eine Partie, in der seine Mannschaft zwar ordentlich dagegenhielt und nach vorne mehr vom Spiel hatte, sich dafür vorerst aber nicht belohnen konnte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe für die Gastgeber noch schwerer. Pamhagen musste eine Gelb-Rote Karte verkraften und damit in Unterzahl weitermachen. In diese Phase fiel in der 68. Minute das 0:1 durch Johannes Wieser. Scholz machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass er diese Szene und auch das spätere zweite Gegentor sehr kritisch sah. Trotzdem steckte seine Mannschaft nicht auf. Mit zehn Mann kam Pamhagen in der 75. Minute durch David Fleischhacker zum 1:1 und hatte sich damit in einer schwierigen Lage wieder zurückgearbeitet. Lange hielt dieses Remis aber nicht. In der 82. Minute traf Adil Uysal für Wulkaprodersdorf zum 1:2, das am Ende auch der Endstand blieb.
Dass Scholz seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff so deutlich in Schutz nahm, kam nicht von ungefähr. „Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Läuferisch, kämpferisch war sie komplett auf der Höhe“, sagte der Pamhagen-Coach. Mehr noch: Für ihn war seine Elf „mindestens auf Augenhöhe, wenn nicht sogar überlegen“. Den Unterschied zwischen den beiden Teams wollte er daher nicht im Einsatz oder in der Grundhaltung erkennen. Auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe, antwortete er knapp: „Nichts.“ Dazu passte auch seine Einschätzung, dass „die Mannschaften komplett auf Augenhöhe“ gewesen seien. Aus seiner Sicht war es also kein Spiel, in dem Pamhagen klar unterlegen gewesen wäre, sondern eines, das trotz viel Einsatz und viel Widerstand am Ende in die falsche Richtung kippte.
Im Mittelpunkt seiner Analyse stand vielmehr die Linie des Unparteiischen. Scholz sprach von einer „absolut ungenügenden“ Schiedsrichterleistung und verwies darauf, dass aus seiner Sicht beiden Gegentoren klare Foulspiele vorausgegangen seien. Mehr wollte er dazu bewusst nicht sagen, aber seine Verärgerung war in der Einordnung deutlich herauszuhören. Dazu kam aus Pamhagener Sicht noch die personelle Sorge: Der Trainer berichtete von drei verletzten Spielern, zwei mussten laut Scholz mit Platzwunden ins Krankenhaus, ein weiterer mit einem Daumenbruch in die Klinik nach Eisenstadt. So blieb unter dem Strich ein bitterer Nachmittag, auch wenn der Coach seiner Mannschaft in Sachen Laufbereitschaft und Einsatz ein klares Zeugnis ausstellte. Für Pamhagen wird es nun darum gehen, genau diesen Einsatz in die nächsten Wochen mitzunehmen und sich trotz der neuerlichen Enttäuschung nicht noch weiter verunsichern zu lassen.