Spielberichte

Apetlon kommt nach 0:3 zurück: „Diese Mannschaft gibt niemals auf“

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Apetlon
ASV Zurndorf

In der 1. Klasse Nord hat der SC Apetlon beim 3:3 gegen den ASV Raiffeisenbank Zurndorf zwei ganz unterschiedliche Gesichter gezeigt. Nach einem 0:3-Rückstand kämpften sich die Gastgeber noch zurück und nahmen zumindest einen Punkt mit. Trainer Clemens Mahr sprach danach von einem viel zu ruhigen Start, hob aber vor allem die Mentalität seiner Mannschaft hervor, die sich trotz der klaren Hypothek nicht hängen ließ.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Drei Gegentore bis Minute 33 setzen Apetlon früh unter Druck

Für Apetlon begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 6. Minute brachte Miroslav Milosevic die Gäste per Elfmeter in Führung. Mahr sprach hinterher von einer „extrem fragwürdigen“ Entscheidung, wollte diese aber nicht als Ausrede gelten lassen. Vielmehr ärgerte ihn, dass seine Mannschaft die entscheidenden Situationen nicht konsequent genug verteidigte. Nach dem 0:1 legte Zurndorf durch Daniel Reiter in der 27. Minute und Manuel Pethö in der 33. Minute nach. Beim 0:2 war für Mahr vor allem der finale Abschluss außergewöhnlich: „Der ist perfekt getroffen. So einen Ball siehst du nicht jede Woche. Trotzdem lassen wir den Spieler dort zu frei.“ Auch beim dritten Gegentor sah der Apetlon-Coach Möglichkeiten, die Situation besser zu lösen. „Es waren drei richtig blöde Momente für uns, obwohl wir das Spiel kontrolliert und mehr Chancen herausgespielt haben.“ Sein kurzes Fazit zur Chancenverwertung der Gäste: „Maximale Effizienz.“

Der Anschluss vor der Pause bringt die Gastgeber zurück

Trotz des frühen 0:3 ließ sich Apetlon nicht aus dem Spiel bringen. Dalibor Gonda verkürzte in der 43. Minute auf 1:3 und sorgte damit noch vor der Pause für neue Hoffnung. Bemerkenswert war für Mahr vor allem die Stimmung in der Kabine. „Die war sehr positiv. Jedem war bewusst, dass wir die bessere Mannschaft sind, und jeder hatte den Spirit, dieses Spiel noch zu drehen.“ Gleichzeitig störte den Trainer, dass seine Mannschaft insgesamt zu ruhig wirkte. „Mir war es schon vor dem Spiel etwas zu ruhig. Das hatten wir in den letzten Partien besser gemacht.“

Baran trifft doppelt, Apetlon kommt mit viel Elan aus der Kabine

Unmittelbar nach Wiederbeginn verkürzte Martin Baran in der 46. Minute auf 2:3. In der 68. Minute war es erneut Baran, der mit seinem zweiten Treffer den 3:3-Ausgleich erzielte und damit die Aufholjagd komplett machte. Von einem besonders druckvollen Start in die zweite Hälfte wollte Mahr allerdings nicht sprechen. „Auch da war es mir anfangs noch etwas zu ruhig.“ Umso mehr hob er die Reaktion seiner Mannschaft hervor. „Die Mentalität, die Einstellung, der Kampf und der Wille, nicht aufzugeben, waren entscheidend.“ Baran sei mit seinen beiden Treffern für ihn erneut ein Kandidat fürs Team der Runde. Auch Dalibor Gonda hob Mahr nach der Partie hervor.

Ein Punkt mit zwei Seiten: Aufholjagd gelungen, das vierte Tor fehlt

Nach dem 3:3 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften wollten noch den Sieg und auch Apetlon kam zu guten Möglichkeiten. In der 93. Minute bot sich den Gastgebern noch einmal eine Freistoßchance. „Letzte Woche bekommen wir in der 94. Minute den Ausgleich, diesmal geht unser Freistoß in der 93. Minute nicht hinein. Uns hat am Ende dieser letzte Funken Glück gefehlt.“ Über einzelne Schiedsrichterentscheidungen wollte Mahr trotz der fragwürdigen Szenen nicht lange diskutieren. Er verwies dabei auch auf das Handspiel von Fabio Haider, das seiner Meinung nach korrekt nur mit Gelb geahndet wurde. „Auf die Schiedsrichter herumzutreten bringt uns nichts. Das fällt uns am Ende nur selbst wieder auf den Kopf.“ Trotzdem trauert Apetlon mittlerweile einigen Punkten nach. „In Summe sind es schon sechs Punkte, über die wir ein wenig jammern können. Andererseits sind wir zuhause weiterhin ungeschlagen und haben uns in dieser Saison schon zweimal phänomenal zurückgekämpft.“ Für Mahr steht deshalb weiter die Entwicklung der jungen Mannschaft im Vordergrund. Seine wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel: „Diese Mannschaft gibt niemals auf.“

1. Klasse Nord: SC Apetlon : Zurndorf - 3:3 (1:3)

  • 68
    Martin Baran 3:3
  • 46
    Martin Baran 2:3
  • 43
    Dalibor Gonda 1:3
  • 33
    Manuel Pethö 0:3
  • 27
    Daniel Reiter 0:2
  • 6
    Miroslav Milosevic 0:1