In der 1. Klasse Nord hat UFC Pama gegen SC Frauenkirchen mit 0:2 verloren. Lange war die Partie offen, nach der Pause fanden die Gäste aber besser hinein und stellten das Spiel laut Co-Trainer Kevin Kurcsis mit dem ersten Treffer auf ihre Seite. "Das 1:0 war sicher der Wendepunkt", sagte er nach einem intensiven Auswärtssieg.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Wer vor dem Anpfiff nur auf die Tabelle geschaut hatte, bekam in Pama laut Kurcsis ein etwas trügerisches Bild. Frauenkirchen war als Tabellendritter mit 15 Punkten angereist, der Gastgeber stand weiter bei null Zählern, auf dem Platz war der Unterschied zunächst aber nicht groß. "Das Spiel war von Beginn weg sehr ausgeglichen, mit einigen Chancen für beide Mannschaften", sagte der Co-Trainer. Ein leichtes Spiel sei es nie gewesen, vielmehr genau die schwere und intensive Aufgabe, die man erwartet habe. Kurcsis sah zwar ein leichtes Chancenplus bei seiner Mannschaft, wirklich absetzen konnte sich Frauenkirchen vorerst aber nicht. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, weil beide Teams zwar zu Möglichkeiten kamen, den ersten Treffer aber noch nicht erzielen konnten.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht der Gäste ein wenig. Kurcsis meinte, dass Frauenkirchen nun besser in die Partie gefunden habe und sich "die ein oder andere Chance mehr" erarbeiten konnte. Belohnt wurde das in der 54. Minute mit dem 0:1 durch Julian Schmid. Der Treffer fiel nach einer Standardsituation, die Kurcsis genau schilderte: "Der Ball ist kurz abgespielt worden und Julian Schmid hat ihn scharf und flach in die Mitte geschlagen. Der Ball ist dann durchgelaufen und ins lange Eck gegangen." Für ihn war genau dieser Treffer der entscheidende Moment des Nachmittags. "Das 1:0 war sicher der Wendepunkt. Das Spiel hätte auch anders laufen können, wenn der Gegner das 1:0 gemacht hätte", erklärte er. Mit der Führung im Rücken blieb Frauenkirchen am Drücker, suchte rasch das zweite Tor und legte in der 60. Minute nach, als ein Eigentor von Vinay Singh den Vorsprung auf 2:0 erhöhte.
Dass Frauenkirchen die Partie am Ende auf seine Seite zog, hatte für Kurcsis weniger mit einer einzelnen Aktion als mit der gesamten Mannschaftsleistung zu tun. Er sprach von Anlaufschwierigkeiten, sah danach aber eine Elf, die sich in die Begegnung hineingearbeitet habe. "Sehr positiv war, dass wir dann sehr gut miteinander kommuniziert haben, viel gelaufen sind, viel investiert haben, um das Spiel in unsere Richtung zu bringen", sagte der Co-Trainer. Sein Fazit fiel deshalb klar kollektiv aus: "Ich glaube, dass es eine Kollektivleistung war, die sich mit viel Laufbereitschaft und Einsatz belohnt hat." Gleichzeitig fand Kurcsis auch anerkennende Worte für Pama. Der Gegner sei gut auf das Spiel eingestellt gewesen, habe versucht, Fußball zu spielen, und die Partie körperbetont angenommen. "Ich glaube nicht, dass sich der Gegner sehr viel vorwerfen muss", meinte er und verwies darauf, dass bei den Hausherren auch das nötige Glück gefehlt habe. Für Frauenkirchen zählen dennoch drei Punkte, mit denen der Tabellendritte vorne dran bleibt. "Über die drei Punkte sind wir glücklich", sagte Kurcsis, "jetzt konzentrieren wir uns auf die nächste Trainingswoche und den nächsten Gegner."