In der 1. Klasse Nord hat der ASV Nickelsdorf am Freitagabend beim SV Wulkaprodersdorf einen knappen, aber laut Trainer Christian Pinter verdienten 1:0-Auswärtssieg geholt. Auf schwierigem Geläuf reichte den Gästen ein Standard in der 17. Minute, den Paul Schütz per Kopf verwertete. Pinter sah seine Mannschaft über weite Strecken als das bessere Team und vor allem hinten nahezu fehlerlos arbeitend.

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Von Beginn an war schnell klar, dass an diesem Abend nicht mit einem offenen Schlagabtausch zu rechnen war. Pinter sprach nach dem Spiel von "sehr schwierigen Platzverhältnissen" und meinte, dass es unter diesen Bedingungen alles andere als leicht gewesen sei, sauber Fußball zu spielen. Gerade deshalb war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. "Meine Mannschaft war von Anpfiff bis zum Schluss sicherlich das bessere Team", sagte der Nickelsdorf-Trainer. Seine Elf habe versucht, das Spiel trotz des Bodens so gut wie möglich aufzuziehen, und das sei über weite Strecken gelungen. Wirklich viele Torchancen ergaben sich daraus zwar nicht, doch die eine entscheidende Situation nützte Nickelsdorf. Nach einer Eckballvariante kam Paul Schütz per Kopf zum Abschluss und sorgte für das 0:1 in der 17. Minute. Diese Führung nahm Nickelsdorf auch mit in die Pause.
Mit dem Vorsprung im Rücken bekam die Partie genau jenen Verlauf, den sich Pinter aus Sicht seiner Mannschaft gewünscht haben dürfte. "Die frühe Führung und unsere gute Defensivleistung waren sicher ausschlaggebend", erklärte er nach dem Schlusspfiff. Der Trainer sah seine Elf nach dem Treffer sehr konzentriert, aufmerksam und kompakt. Wulkaprodersdorf kam nach seiner Einschätzung kaum zu klaren Möglichkeiten. "Wir haben kaum Chancen vom Gegner zugelassen", sagte Pinter und ergänzte, dass abgesehen von ein paar Weitschüssen fast alles sehr gut wegverteidigt worden sei. Auch deshalb sprach er von einer Leistung, bei der der Gegner nicht wirklich gefährlich geworden sei. Dass er in einzelnen Situationen gerne Gelbe Karten gegen die Gastgeber gesehen hätte, erwähnte Pinter zwar ebenfalls, am grundsätzlichen Bild der Partie änderte das für ihn aber nichts: Nickelsdorf hatte das Spiel im Griff und ließ hinten wenig zu.
Dass es am Ende bei nur einem Treffer blieb, störte Pinter an diesem Abend nicht groß. Er räumte offen ein, dass auch seine Mannschaft "nicht allzu viele Chancen" gehabt habe, hob aber genau deshalb die Geschlossenheit des Auftritts hervor. "Die gesamte Mannschaftsleistung war top. Vom Schlussmann bis in die Offensive", sagte er. Besonders freute ihn dabei der Torschütze. "Paul Schütz hat nach einem Jahr Verletzung sein erstes Pflichtspiel von Beginn an bestritten", erzählte Pinter. Dass Schütz dieses Startelf-Comeback gleich mit dem entscheidenden Kopfball veredelte, war für den Trainer eine besondere Geschichte dieses Abends. Für Nickelsdorf ist dieses 1:0 damit ein Auswärtssieg, der vielleicht nicht spektakulär war, aber auf schwierigem Boden umso mehr Wert hat. In der Tabelle bleibt Nickelsdorf damit ganz vorne.