In der 1. Klasse Nord hat Breitenbrunn gegen UFC Stotzing trotz einer 2:1-Pausenführung nur ein 2:2 mitgenommen. Trainer Gerhard Karner sprach wegen der vielen Chancen zunächst von einem Gefühl wie nach einer Niederlage, ordnete den Punkt mit etwas Abstand aber differenzierter ein. Denn personell war die Lage bei den Gastgebern angespannt, und genau das machte diesen Abend aus ihrer Sicht doppelt bemerkenswert.

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Schon vor dem Anpfiff war klar, dass der Abend für Breitenbrunn kein gewöhnlicher werden würde. Karner berichtete von sechs Ausfällen in der Kampfmannschaft, verursacht durch Krankheiten und Sperren, weshalb der Kader stark umgebaut werden musste. In der Startelf standen mit Fabio Sande, Liam Tschuggmall und Moritz Hareter gleich drei sehr junge Spieler erstmals in der Kampfmannschaft. Gerade deshalb strich der Trainer den Auftritt seiner Mannschaft besonders heraus. "Die Burschen haben das super gemacht", sagte Karner, der trotz der personellen Sorgen eine Mannschaft sah, die von Beginn an mutig auftrat und sich von der ungewohnten Besetzung nicht bremsen ließ.
Das zeigte sich früh im Spielverlauf. Breitenbrunn ging in der 12. Minute durch Roman Maximilian Kollar mit 1:0 in Führung und hatte laut Karner auch danach mehr vom Spiel. Der Trainer sprach davon, dass seine Mannschaft spielbestimmend gewesen sei und sich vor allem über die Flügel immer wieder Möglichkeiten erarbeitet habe. In der 19. Minute fiel dann allerdings der Ausgleich, als Jonas Niegl für Stotzing zum 1:1 traf. Karner machte dafür einen "schweren Abwehrfehler" verantwortlich. Trotzdem blieb seine Mannschaft vorne gefährlich. Noch vor der Pause stellte Roman Maximilian Kollar auf 2:1, wobei Karner betonte, dass diesem Treffer ein klarer Elfmeter vorausgegangen sei.
Nach dem Seitenwechsel sah Karner seine Elf zunächst weiterhin in einer guten Lage, monierte aber, dass Breitenbrunn nach dem 2:1 "ein wenig zurückgeschaltet" habe. Genau darin lag aus seiner Sicht ein wichtiger Grund dafür, dass das Spiel noch kippte. Während die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht zum 3:1 nützten, wurde Stotzing besser und kam selbst zu guten Aktionen. Karner erinnerte in diesem Zusammenhang auch an einen Stangenschuss der Gäste beim Stand von 2:1. In der 65. Minute nutzte Benjamin Steinlechner diese Phase dann zum 2:2. "Wir hatten eine Vielzahl an Chancen und viele Torabschlüsse, die der Tormann von Stotzing gehalten hat", sagte Karner, der den Schlussmann der Gäste ausdrücklich hervorhob.
Die Schlussphase unterstrich dann noch einmal, warum dieses Remis in Breitenbrunn zwiespältig gesehen wurde. "Wir hätten leider das 3:1 machen müssen", meinte Karner, der diese verpasste Möglichkeit als spielentscheidend ansah. Breitenbrunn versuchte in der Schlussphase noch einmal auf den Sieg zu gehen, brachte den entscheidenden Treffer aber nicht mehr zustande. Entsprechend deutlich fiel seine Einordnung aus: "Nach Abpfiff hat sich das Unentschieden wie eine Niederlage angefühlt, aber heute können wir mit dem Punkt leben." Unterm Strich blieb für ihn vor allem die Erkenntnis, dass die vielen Ausfälle gut aufgefangen wurden. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war Karner zufrieden: "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut." Nun hofft er, "dass jetzt alle wieder gesund und fit werden", damit die nächsten Aufgaben wieder mit voller Besetzung angegangen werden können.