Im Derby der 1. Klasse Nord hat UFC Pamhagen daheim 1:0 gegen FC VEGANIS Sankt Andrä gewonnen und damit drei wichtige Punkte geholt. Co-Trainer Martin Scholz sah eine enge Partie, in der seine Mannschaft vor allem über Disziplin gegen den Ball und sichere Abwehrarbeit zum Erfolg kam. „Es war wichtig, dass wir die Null gehalten haben“, sagte Scholz nach einem Spiel, das bis zum Schluss offen blieb.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die ersten 45 Minuten entwickelten sich laut Scholz so, wie man es in einem Derby oft erlebt: umkämpft, eng und mit wenig Raum im Zentrum. „Die ersten 45 Minuten haben sich beide Teams im Mittelfeld egalisiert“, sagte der Co-Trainer. Beide Mannschaften kamen vor der Pause jeweils zu einer klaren Torchance. Die erste gehörte den Gästen aus St. Andrä, die zweite den Hausherren. Diese Möglichkeit nutzte Pamhagen in der 17. Minute, als Rafael Leyrer das 1:0 erzielte. Mehr ließ die Partie in dieser Phase nicht zu. „Weitere Torchancen waren Mangelware“, sagte Scholz, der seiner Mannschaft schon bis dahin eine ordentliche und konzentrierte Abwehrleistung attestierte. So nahm Pamhagen die knappe Führung auch mit in die Halbzeit.
Im zweiten Durchgang erhöhte St. Andrä dann den Druck auf den Ausgleich, ohne dass Pamhagen die Ordnung verlor. Scholz schilderte die Phase klar: „In den zweiten 45 Minuten hat der Gast aus St. Andrä den Druck erhöht. Pamhagen stand aber dennoch sicher.“ Gerade weil die Gastgeber kompakt blieben, ergaben sich im schnellen Umschalten gute Räume. Scholz sprach von insgesamt vier guten Möglichkeiten nach Kontern. Zwei davon hatte Rafael Leyrer, eine David Fleischhacker, dazu kam noch eine weitere gute Chance der Pamhagener. Genutzt wurde keine davon. Genau das hielt die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen. „Alle Chancen wurden leider vergeben, sodass der Gast bis zum Schluss die Möglichkeit hatte, den Ausgleich zu erzielen“, sagte Scholz.
Dass Pamhagen dieses Derby für sich entschied, führte Scholz in erster Linie nicht auf einen einzelnen Moment, sondern auf die Art und Weise zurück, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. „Ausschlaggebend war die gute Defensivarbeit von Pamhagen und das schnelle Umschaltspiel beziehungsweise die Konter“, sagte er. Schon vor dem Anpfiff sei klar gewesen, dass von seiner Mannschaft heute ein anderer Nachdruck gefragt sein würde. „Aufgrund der gezeigten Spiele in den letzten Wochen war klar, dass wir heute alles in die Waagschale werfen gegen St. Andrä, da es auch noch ein Derby war.“ Besonders zufrieden war Scholz mit den Grundtugenden. „Die Laufbereitschaft, der Einsatz und das Zweikampfverhalten waren vorbildlich“, sagte er. Mitte der zweiten Halbzeit habe er dann das Gefühl gehabt, „dass das Spiel für uns heute laufen wird“.
Trotz des Heimsiegs wollte Scholz den Auftritt nicht als fertige Sache stehen lassen. Er sprach offen an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. „In der Chancenverwertung und im ruhigen Aufbauspiel sehe ich Verbesserungspotenzial“, sagte der Co-Trainer. Gleichzeitig betonte er, dass der Sieg nicht aus dem Nichts gekommen sei. In den vergangenen Wochen habe Pamhagen schon häufig viel investiert, dafür aber zu wenig Ertrag bekommen. „Heute war endlich mal das Glück auf unserer Seite und wir konnten drei Punkte erzielen“, sagte Scholz. Positiv fiel für ihn auch auf, dass das Derby jederzeit in geordneten Bahnen blieb. Strittige Szenen habe es keine gegeben, der Schiedsrichter habe „fair, ruhig und gut“ geleitet. Mit nun sechs Punkten ist für Scholz jedenfalls klar, dass „der Anschluss ans Mittelfeld wieder erreichbar“ ist.