Spielberichte

Bogendorfer über Kirchfidisch: „Die ersten neun Runden waren wir wirklich ganz gut beieinander“ – trotz Verletzungsserie bleibt der Glaube an den Weg

SV Kirchfidisch

In der 1. Klasse Süd blickt Ewald Bogendorfer, Trainer von SV "Christbaum-Fröhlich" Kirchfidisch, auf eine bewegte erste Saisonhälfte zurück. Sein Team kämpfte sich trotz zahlreicher Verletzungen und einer engen Kaderdecke beachtlich durch die Liga, die aktuell von Großpetersdorf, Neuhaus/Klausenb. und Oberwart 1b geprägt wird. Kirchfidisch belegt derzeit mit 18 Punkten Rang 13 und hat sich mit großem Einsatz im unteren Tabellendrittel behauptet. Bogendorfer betont den starken Zusammenhalt im Verein, hebt die Integration der jungen Spieler hervor und gibt einen ehrlichen Einblick in die personelle Lage, die von mehreren schweren Ausfällen geprägt ist.


Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Verletzungspech prägt die erste Saisonhälfte

„Wir haben fast wöchentlich einen neuen verletzten Spieler dazubekommen“, beschreibt Ewald Bogendorfer die Herausforderung. Mit Philipp Toth (Meniskus-OP) fällt ein weiterer Akteur aus, Rückkehrer Fabian Schneider arbeitet nach Kreuzbandriss derweil am Comeback. Thomas Kulovics, ebenfalls nach einer Meniskusoperation, soll im Laufe der Vorbereitung wieder ins Training einsteigen. Jakob Csekits und Sebastian Posch fallen mit Kreuzbandrissen länger aus – Ausfälle, die laut Bogendorfer „weh tun, weil sie uns in der Kampfmannschaft wirklich weitergeholfen haben“. Trotz der Rückschläge betont der Trainer die Moral im Team: „Zusammenhalt, Unterstützung und Kameradschaft sind top bei uns.“

Neues Führungsteam und frischer Schwung

Auch abseits des Platzes setzt der Verein auf Veränderungen. Der neue Obmann Christoph Kulmer bringt zusätzlichen Schwung, zudem unterstützn Konditions- und Athletiktrainer Rainer Stangl und Co-Trainer René Posch die sportliche Entwicklung. Laut Bogendorfer herrscht auf allen Ebenen ein „wirklich gutes Miteinander“ zwischen Funktionären, sportlicher Leitung und Mannschaft. Dies sei entscheidend, um den angestrebten Klassenerhalt zu schaffen. „Wir wollen weiterhin auf einheimische Spieler setzen. Der Weg ist der richtige“, bekräftigt er. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Entwicklung, besonders auf der Einbindung junger Spieler, die Schritt für Schritt an das Niveau der Kampfmannschaft herangeführt werden.

Starke Gegner und realistische Zielsetzung

Sportlich zeigte sich Kirchfidisch in der bisherigen Saison kämpferisch, musste sich in entscheidenden Partien aber der Qualität der Topteams beugen. Besonders beeindruckt zeigte sich Bogendorfer von Neuhaus/Klausenb. und Großpetersdorf: „Das sind sehr, sehr gute Fußballmannschaften. Gegen Neuhaus konnten wir zu Hause ein Remis erzielen – ein super Ergebnis für uns.“ Gegen Großpetersdorf sei man „ein Stück schwächer“ gewesen – ein Fingerzeig auf die derzeitige Lücke zur Ligaspitze. Trotz der Unterschiede und der Verletzungssorgen blickt der Trainer optimistisch nach vorne: „Die jungen Spieler haben sich gut integriert. Für uns zählt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die Klasse zu halten.“ Mit dieser Haltung und einer geschlossenen Mannschaft will Kirchfidisch die Rückrunde nutzen, um die Stabilität der ersten neun Runden – als das Team „wirklich gut beieinander“ war – wiederzufinden und sich in der 1. Klasse Süd zu stabilisieren.