In der 1. Klasse Süd blickt Peter Hallemann, Obmann von USVS Hausbauführer Rudersdorf, nüchtern auf eine schwierige Herbstsaison zurück. Nach 15 Spielen stehen 11 Punkte zu Buche – Platz 14 und damit Abstiegskampf. Im Gespräch benennt Hallemann offen die Ursachen, spricht über eine lange Verletztenliste, geplante Verstärkungen im Winter und die Suche nach einem neuen Trainer, der frischen Schwung bringen soll. Trotz aller Rückschläge ist in Rudersdorf der Wille spürbar, das Frühjahr zur Wende zu machen und sowohl spielerisch als auch mannschaftlich neue Impulse zu setzen.

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„Es hat eigentlich sehr wenig funktioniert“, fasst Hallemann die abgelaufene Saisonhälfte zusammen. Nicht einzelne Mannschaftsteile seien ausschlaggebend gewesen, vielmehr habe das Gefüge insgesamt nicht gepasst. Zahlreiche Verletzungen hätten die Situation zusätzlich erschwert und die Stabilität im Team beeinträchtigt. „Viele Verletzungen sind dazugekommen“, so Hallemann. Die Hinrunde war von Anpassungen und Improvisation geprägt – Automatismen ließen sich kaum aufbauen, Konstanz in der Spielanlage blieb aus.
Trotz der Spuren aus dem Herbst richtet Hallemann den Blick nach vorn. „Es ist schon Besserung in Sicht“, betont er. Während der Winterübertrittszeit sollen neue Kräfte den Kader verbreitern und mehr Tiefe bringen. Konkrete Namen stehen noch nicht fest, die Gespräche laufen: „Wir sind natürlich in Verhandlung, aber es ist noch nichts fix.“ Besonders wichtig ist der geplante Trainerwechsel. Der Verein sucht einen Coach, der die Mannschaft neu justiert und emotional packt. Die Erwartung formuliert der Obmann klar: „Dass ein neuer Ruck durch die Mannschaft geht, dass sie wieder motiviert an die Sache geht und dass wir ein gutes Frühjahr machen und punkten vor allem.“ Neue Impulse von außen sollen so die Balance zwischen defensiver Ordnung und zielstrebigem Auftreten stärken – ohne die Teamchemie zu gefährden.
Trotz sportlicher Schwierigkeiten bleibt die Moral im Team laut Hallemann intakt. Zwar sei „aufgrund der Tabellensituation und der Herbstsaison ein bisschen Verunsicherung“ spürbar, gleichzeitig halte der Zusammenhalt. „Wir rücken zusammen und wollen die Frühjahrssaison durchstarten“, beschreibt er die Stimmung in der Mannschaft. Persönliche Auszeichnungen rücken in den Hintergrund – das Kollektiv steht im Vordergrund. Die Marschroute ist klar: geschlossen auftreten, die Fehlerquote reduzieren und mit einem veränderten Auftritt die nötigen Punkte einsammeln. Mit Rückkehrern, gezielten Winter-Transfers, einem neuen Trainer an der Linie und einer Einheit, die nach schwierigen Monaten wieder an einem Strang zieht, soll das Frühjahr die Wende bringen.