In der 1. Klasse Süd war der ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf zuletzt das Maß der Dinge: Nach 30 Runden stehen 76 Punkte und Rang eins zu Buche. Obmann Harald Schneller blickt im Gespräch auf eine starke Entwicklung, erklärt den Trainerwechsel kurz vor Saisonstart und spricht über Stimmung, Kader und Pläne. Seine Kernaussage: „Wir gehören in diese Liga“ – und das Umfeld trägt die Euphorie mit. Ein Rückblick mit klaren Worten und einem Blick nach vorne.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Harald Schneller beginnt seine Einordnung mit einem Satz, der nach harter Arbeit klingt: „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung.“ Die Witterung sei schwierig gewesen, „trotzdem haben wir uns super vorbereitet“. Kurz vor dem ersten Match der Saison kam der Einschnitt: „Der damalige Trainer ist ausgeschieden.“ Der Verein reagierte rasch. „Wir haben sehr schnell einen neuen Trainer gefunden: Sandor Homoney“, so Schneller. Der neue Coach habe sofort den Ton gesetzt. „Er hat es geschafft, aus vielen guten Spielern eine kompakte, verschworene Einheit zu formen.“ Genau dieser Zusammenhalt trug die Mannschaft in den Wochen danach. „Wir sind gut gestartet und haben die Ergebnisse abgeliefert – manchmal war auch das Glück des Tüchtigen dabei“, sagt der Obmann. Seine Bilanz aus der jüngeren Vergangenheit fällt entsprechend kantig aus: „Wir haben den Wiederaufstieg mit einem Punktemaximum geschafft, im Burgenland unerreicht – und über hundert Tore geschossen.“ Und die aktuelle Tabelle mit 76 Punkten nach 30 Spielen unterstreicht, dass der eingeschlagene Weg trägt.
Auf die Frage nach der Stimmung im Ort muss Schneller nicht lange überlegen. „Wir sind sehr positiv gestimmt. Die Spieler freuen sich brutal auf die neue Aufgabe“, betont er. Das schwappe auch ins Umfeld: „Die Zuschauer haben einen richtigen Hype.“ Gleichzeitig bleibt der Obmann realistisch, denn die Liga verzeiht wenig. „Wir haben gewusst, dass die erste Klasse stark wird. Dass die erste Klasse Süd so stark ist, damit hat keiner gerechnet.“ Sein Fazit zur Konkurrenz ist deutlich: „Es haben sechs oder sieben Vereine um den Aufstieg mitgespielt.“ Namen nennt er ohne zu zögern – Neuhaus, Zuberbach, Loipersdorf, Sankt Martin, die Oberwarter – Teams, die „wirkliche Klasse“ mitbringen. Genau deshalb hebt Schneller seine Kernaussage hervor: „Wir sind in der Liga, wo wir hingehören.“ Hinter dieser Überzeugung stehen Wochen harter Arbeit und die Erfahrung einer Saison, in der man über weite Strecken mehr vom Spiel hatte und sich auch in engen Phasen nicht aus der Ruhe bringen ließ.
Sportlich hat sich der Kader bereits in Bewegung gesetzt. „Ibrahim Sahin hat uns Richtung Rudersdorf verlassen“, berichtet Schneller nüchtern. Zugleich gibt es Zuwachs: „Von Mühlgraben konnten wir Bendegüz Nagy verpflichten.“ Der Plan dahinter ist klar: „In die Breite werden wir natürlich auch etwas machen, damit wir insgesamt breiter aufgestellt sind.“ Eine Dämpfung gibt es vor dem Herbststart dennoch: „Flamur Muleci wird uns zum Beginn der Herbstmeisterschaft nicht zur Verfügung stehen.“ Ansonsten sei die Truppe fit. Positiv: An der Linie bleibt es ruhig. „Das Betreuerteam bleibt komplett gleich“, so Schneller, der den Beitrag des Trainers hervorhebt. Und dann ist da noch einer, der in der Vorsaison besonders glänzte: „Herausragend war die Performance unserer Nummer zehn, Fabio Jani. Er hat sehr viele Tore geschossen und insgesamt drei Hattricks gemacht – und das als einheimischer Spieler.“ Der Ausblick klingt entsprechend bodenständig: Die Euphorie mitnehmen, die Breite schaffen, weiter fleißig arbeiten – und dann wird sich zeigen, wie weit Großpetersdorf den eigenen Lauf tragen kann.