In der 1. Klasse Süd hat ASK Markt Neuhodis am Samstag bei Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn mit 4:2 gewonnen und sich damit auf zehn Punkte verbessert. Nach dem 1:1 zur Pause blieb die Partie lange offen, ehe die Gäste in der Schlussphase noch klar nachlegten. Sektionsleiter Andreas Horvath sah dabei vor allem einen Grund für den Auswärtssieg: „Wir waren am Schluss die effektivere Mannschaft.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Horvath schilderte einen Start, in dem Markt Neuhodis zunächst besser in die Partie kam. „Die ersten fünfzehn Minuten haben wir das Spiel im Griff gehabt. Es war ein ausgeglichenes Match mit leichtem Vorteil für uns“, sagte der Sektionsleiter nach dem Abpfiff. Dieser leichte Vorteil spiegelte sich auch früh im Ergebnis wider, denn in der 10. Minute brachte Milan Török die Gäste mit 1:0 in Führung. Für Horvath war das ein verdienter Treffer, doch die Führung brachte noch keine Ruhe in die Begegnung. Im Gegenteil: Danach nahm Deutsch Kaltenbrunn das Spiel laut seiner Einschätzung mehr und mehr an sich. „Ab dann war in der ersten Halbzeit Kaltenbrunn klar besser, sie haben verdient den Ausgleich gemacht und hätten auch in Führung gehen können“, sagte Horvath. Der Ausgleich fiel dann in der 36. Minute durch Nikolaus Pummer, und mit diesem 1:1 ging es auch in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie aus Sicht des Funktionärs zunächst noch nicht auf die Seite der Gäste gekippt. Horvath meinte, dass Deutsch Kaltenbrunn die erste gute Möglichkeit nach der Pause hatte, diese aber nicht nutzte. Stattdessen ging Markt Neuhodis in der 59. Minute wieder in Führung, als Patrik Paudits das 2:1 erzielte. Doch auch damit war die Sache noch nicht entschieden, weil die Gastgeber zurückkamen. In der 69. Minute stellte Patrik Preiner auf 2:2, Horvath ordnete diesen Treffer als Standardtor ein. Gerade dieser Zeitpunkt war aus Sicht der Gäste aber wichtig, weil die Mannschaft danach nicht nachließ. „Ab dann waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Horvath. Diese Phase brachte schließlich auch die Entscheidung: Zuerst traf Milan Török in der 79. Minute zum 3:2, nur zwei Minuten später legte Patrik Paudits mit seinem zweiten Tor des Tages das 4:2 nach.
Besonders zufrieden war Horvath mit zwei Punkten, die sich auch durch seine Aussagen durchzogen. Zum einen gefiel ihm das Verhalten gegen den Ball, zum anderen die Konsequenz vor dem Tor. „Defensiv sind wir sehr gut gestanden und vorne haben wir die wenigen Chancen genutzt“, sagte er. Genau darin sah er auch den Unterschied in einer Partie, die er keineswegs als einseitig bewertete. Horvath sprach von einem spielerisch starken Gegner und stellte klar, dass Deutsch Kaltenbrunn über weite Strecken durchaus auf Augenhöhe war. „Sie waren spielerisch sehr stark. Sie hatten dieselbe Anzahl an Tormöglichkeiten, aber wir waren effektiver“, so seine Einschätzung. Dazu passt auch seine Antwort auf die Frage nach dem entscheidenden Faktor: Keine einzelne Aktion stellte er über alles, sondern die Summe der Leistung. „In Summe waren wir am Schluss die bessere Mannschaft. Von der Effektivität her.“
Dass Horvath nach dem Spiel keinen großen Korrekturbedarf ausmachen wollte, passte zum Gesamteindruck aus seiner Sicht. Auf die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten fiel seine Antwort knapp, aber eindeutig aus: „Nein, es war in Summe ganz okay.“ Auch den Gegner würdigte er trotz der vier eigenen Tore ausdrücklich, und selbst zur Leitung des Spiels gab es von seiner Seite keinen Nebenschauplatz. „Der Schiedsrichter war okay“, sagte Horvath. Für Markt Neuhodis steht damit nach vier Runden ein starker Start mit zehn Punkten zu Buche, und der Auftritt in Deutsch Kaltenbrunn liefert vor allem eine Botschaft: Die Mannschaft musste eine Phase überstehen, in der der Gastgeber besser war, blieb nach dem 2:2 aber stabil und nutzte ihre Möglichkeiten in der Schlussphase konsequent aus.