Spielberichte

„Diese einfachen Gegentore müssen wir abstellen“ – Eltendorf muss sich nach zweimaliger Führung nur mit einem Punkt begnügen

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SV Eltendorf
SV Oberwart 1b

In der 1. Klasse Süd hat sich SV Eltendorf im Heimspiel gegen SV Klöcher Bau Oberwart 1b mit einem 2:2 begnügen müssen. Nach früher Führung, dem neuerlichen Vorsprung nach der Pause und einer starken Schlussphase blieb für die Gastgeber nur ein Punkt. Trainer David Herzenjak sah ein Spiel auf Augenhöhe, störte sich aber vor allem daran, dass seine Mannschaft wieder „zu leichte Gegentore“ kassierte.


Ball liegt bei der Eckfahne - leeres Spielfeld

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Früher Treffer, dann übernimmt Oberwart die erste Halbzeit

Für Eltendorf begann die Partie ideal, weil Leonard Horvath schon in der 3. Minute das 1:0 erzielte. Trotzdem war für Herzenjak rasch zu sehen, dass sich das Spiel danach nicht dauerhaft in Richtung der Gastgeber entwickelte. „Insgesamt war es ein sehr gutes Spiel auf Augenhöhe“, sagte der Trainer, stellte aber auch klar, dass Oberwart vor der Pause die aktivere Mannschaft war. „In der ersten Halbzeit war Oberwart die bestimmende Mannschaft, hatte deutlich mehr Ballbesitz.“ Eltendorf hielt dagegen, indem man kompakt blieb und dem Gegner trotz dessen Übergewicht nicht viele klare Möglichkeiten überließ. Herzenjak formulierte es so: „Wir standen eigentlich relativ kompakt und sie hatten nicht sehr viele Torchancen.“ Der Ausgleich durch Philipp Aaron Benedek in der 37. Minute passte deshalb durchaus zu dieser Phase, weil Oberwart zuvor mehr vom Spiel hatte und Eltendorf in dieser Zeit vor allem über Ordnung und Disziplin im Spiel blieb.

Umstellung nach der Pause bringt Eltendorf zurück ins Spiel

Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen, und dort reagierte Eltendorf. Was genau verändert wurde, führte Herzenjak nicht im Detail aus, die Wirkung war aus seiner Sicht aber sofort zu erkennen. „Wir haben zur Halbzeit etwas umgestellt, und das hat dann Früchte getragen. Wir sind viel, viel besser ins Spiel gekommen und hatten viel mehr zweite Bälle“, erklärte er. Genau das war für ihn der Unterschied zur ersten Hälfte. Eltendorf war nach Wiederbeginn präsenter, sowohl mit als auch gegen den Ball. „Im zweiten Durchgang war das Spiel mit dem Ball und gegen den Ball viel, viel besser von uns“, sagte Herzenjak. In diese stärkere Phase fiel dann auch die neuerliche Führung durch Karoly Bogyo in der 74. Minute. Für den Trainer war das kein Zufall, sondern die Folge einer deutlich verbesserten zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft die Partie viel eher auf ihre Seite ziehen konnte als noch vor dem Seitenwechsel.

Nach dem 2:1 geht der Faden kurz verloren, nach dem 2:2 drückt Eltendorf wieder

So zufrieden Herzenjak mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause war, so offen sprach er auch über jene Phase, in der Eltendorf die Partie vielleicht ganz auf seine Seite hätte ziehen können. „Leider haben wir nach den zwei Führungstreffern ein bisschen aufgehört, Fußball zu spielen“, sagte er. Nach dem 2:1 kam Oberwart wieder zurück, ehe in der 82. Minute ein Eigentor von Tamas Dancsecz zum 2:2 führte. Danach war für Herzenjak aber noch einmal klar zu sehen, dass seine Mannschaft mit dem Remis nicht einfach zufrieden war. „Nach dem Ausgleich haben wir wieder sehr gedrückt“, sagte er. Gerade in der Schlussphase sah er Eltendorf nahe am dritten Treffer. Er sprach von einem Lattentreffer und von mehreren Situationen, die nicht sauber zu Ende gespielt wurden. „Wir hatten zwei, drei Situationen nicht sauber ausgespielt, wo wir in Überzahl auf das Tor zugelaufen sind“, meinte Herzenjak. Genau dort fehlte aus seiner Sicht am Ende jene Kaltschnäuzigkeit, die aus einer guten Leistung einen Heimsieg gemacht hätte.

Der Punkt bleibt, die Botschaft ist klar

Dass Eltendorf am Ende trotzdem mit dem 2:2 leben muss, lag für Herzenjak nicht nur an den verpassten Möglichkeiten in der Offensive, sondern ebenso an den Gegentoren. „Unser Problem ist, dass wir zu leichte Gegentore kriegen“, sagte er deutlich. Das 1:1 fiel nach einem kurz abgespielten Standard, bei dem seine Mannschaft „ein bisschen schläfrig“ gewesen sei, das zweite Gegentor führte er auf eine Flanke zurück, die nicht gut verteidigt wurde. Für Herzenjak ist das ein Thema, an dem seine Mannschaft arbeiten muss. „Diese einfachen Gegentore müssen wir abstellen“, sagte er. Gleichzeitig wollte er den Auftritt nicht kleinreden. „Im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt leben, aber die Leistung war vor allem in der zweiten Halbzeit sehr, sehr gut.“ Auch dem Gegner stellte er ein gutes Zeugnis aus: Oberwart sei „sehr spielstark“ und stehe „eigentlich zu Unrecht da unten“. Deshalb fiel sein Gesamturteil am Ende trotz des verpassten Sieges nüchtern aus: „Im Endeffekt ist das Unentschieden schon gerecht, weil Oberwart in der ersten Halbzeit besser war und wir in der zweiten.“ Für Eltendorf bleibt damit ein Zähler, aber auch die klare Erkenntnis, woran weiter gearbeitet werden muss: die einfachen Dinge sauberer verteidigen und die guten Umschaltsituationen vorne konsequenter fertigspielen.

1. Klasse Süd: Eltendorf : SV Oberwart 1b - 2:2 (1:1)

  • 82
    Eigentor durch Tamas Dancsecz 2:2
  • 74
    Karoly Bogyo 2:1
  • 37
    Philipp Aaron Benedek 1:1
  • 3
    Leonard Horvath 1:0