In der 1. Klasse Süd setzte es für den FC Minihof-Liebau bei SV Sankt Michael eine klare 0:7-Niederlage. Obmann Michael Prem verwies nach dem Spiel vor allem auf die angespannte Personallage, wollte die Leistung der Gastgeber aber ebenso nicht kleinreden. Minihof-Liebau kam laut Prem ordentlich hinein, geriet jedoch früh in Rückstand und fand danach offensiv über weite Strecken kaum Lösungen.

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Prem hatte trotz des klaren Resultats nicht das Gefühl, dass seine Mannschaft völlig ohne Zugriff in die Partie gegangen war. "In der Anfangsphase sind wir gut ins Spiel gekommen, und nach fünf Minuten haben wir das 1:0 bekommen", sagte der Obmann. Genau dieses frühe Gegentor durch Smajl Delic in der 4. Minute gab der Partie aber rasch eine Richtung. Blaz Kocijan legte in der 9. Minute das 2:0 nach, ehe Zan Horvat mit dem 3:0 in der 24. Minute schon vor der Pause für einen deutlichen Zwischenstand sorgte. Nach dem Seitenwechsel blieb St. Michael am Drücker: Kocijan erhöhte in der 60. Minute, Delic traf in der 69., Horvat in der 75., und Kocijan setzte in der Nachspielzeit mit dem 7:0 den Schlusspunkt.
Dass Minihof-Liebau nach vorne kaum Wirkung entfalten konnte, erklärte Prem in erster Linie mit den vielen Ausfällen. "Nach vorne ist leider nichts gegangen, weil Offensivleute bei uns fehlen", sagte er und verwies darauf, dass mehrere Spieler nicht zur Verfügung standen. Seine Kernaussage fiel deutlich aus: "Wenn fünf Leute verletzt oder krank fehlen, schaut es mit einem dünnen Kader nicht gut aus." Ganz ohne Möglichkeiten waren die Gäste nach seiner Einschätzung aber dennoch nicht. "Wir haben auch drei Chancen gehabt, ein Tor zu schießen, aber im Endeffekt haben wir dann 7:0 verloren." Prem machte damit klar, dass aus seiner Sicht nicht nur die personellen Probleme, sondern auch die fehlende Durchschlagskraft vor dem Tor wesentlich zum klaren Endstand beigetragen haben.
Den Unterschied zwischen beiden Teams sah Prem deshalb vor allem in den Grundtugenden. "Der Gegner war aggressiver, schneller am Ball und hat die Zweikämpfe gut gewonnen", lautete seine Einschätzung. Auch die Leistung des Schiedsrichters wollte er ausdrücklich nicht zum Thema machen: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, da kann man nichts bemängeln." Viel wichtiger war ihm der Blick auf die eigene Situation. Nach dem deutlichen Rückschlag stellte sich der Obmann klar hinter Trainer Christoph Knausz: "Für unseren Trainer ist es schwierig zurzeit, weil immer wieder Ausfälle dazukommen. Aber er schaut immer, dass er das Beste aus der Mannschaft herausbringt." Für Minihof-Liebau geht es nun darum, die Mannschaft wieder aufzubauen, weiterzukämpfen und, wie Prem es formulierte, "aus dem Tief wieder rauszukommen".