In der 1. Klasse Süd hat die SPG Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen am Sonntag gegen Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn ein 1:1 mitgenommen, obwohl nach der frühen Führung mehr möglich gewesen wäre. Sektionsleiter Roland Szander sah seine Mannschaft nach kurzer Anlaufphase lange im Vorteil, ärgerte sich aber darüber, dass nach dem 1:0 nicht konsequent genug auf das zweite Tor gespielt wurde. So genügte den Gästen ein Umschaltmoment nach der Pause zum Ausgleich.

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Zunächst waren es die Gäste, die besser hineinstarteten. "Deutsch Kaltenbrunn war die ersten Minuten spielbestimmend", sagte Szander, der danach aber eine klare Veränderung sah. Loipersdorf übernahm nach einigen Minuten das Kommando, bekam mehr Zugriff und nutzte eine der ersten guten Offensivaktionen gleich zur Führung. In der 7. Minute sprang das 1:0 heraus, weil David Banjac den Ball ins eigene Tor lenkte. Für die Gastgeber war das ein passender Lohn für die erste starke Phase, zumal sie laut Szander auch danach "einige Chancen vorgefunden" haben. Gerade deshalb blieb zur Pause trotz des 1:0 ein kleiner Makel, denn das zweite Tor wollte vor dem Seitenwechsel nicht gelingen.
Dass die Partie damit offen bleiben würde, zeigte sich kurz nach Wiederbeginn. Szander beschrieb die Szene zum 1:1 klar: "Wir haben in der Offensive einen Fehlpass gespielt, dann hat Kaltenbrunn schnell umgeschaltet." Mehr brauchte es nicht, damit Jochen Hafner in der 49. Minute den Ausgleich erzielte. Danach kippte das Spiel nicht völlig, aber es gab laut Loipersdorfs Sektionsleiter "Phasen, wo Kaltenbrunn mehr vom Spiel hatte". Gerade das unterstrich für ihn, dass die Gäste keineswegs nur mitliefen. "Der Gegner war überraschend stark, mit einem guten Kollektiv und auch guten Einzelspielern", sagte Szander. Deutsch Kaltenbrunn habe läuferisch und kämpferisch "eine gute Leistung" gezeigt und sich den Punkt damit spürbar verdient.
Die Gastgeber mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, nach der Führung nicht entschlossen genug nachgelegt zu haben. "Wir haben in der ersten Halbzeit nach dem Tor verabsäumt, noch mehr Druck zu erzeugen und mehr aufs 2:0 zu spielen", sagte Szander. Genau darin sah er einen Hauptgrund dafür, dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte. Über das ganze Spiel hinweg habe es zu viele Fehlpässe und Ballverluste gegeben, dazu sei das Zweikampfverhalten bei einigen Spielern nicht gut genug gewesen. Noch deutlicher wurde Szander, als er sagte: "Es war sicher nicht unsere beste Leistung." Vor allem Biss, Griffigkeit sowie Laufbereitschaft hätten aus seiner Sicht nicht durchgehend gepasst, um als Mannschaft mehr Druck auf den Gegner auszuüben.
Ganz ohne Reaktion ließ Loipersdorf das Remis aber nicht stehen. In der Schlussphase wollten die Gastgeber laut Szander "unbedingt die drei Punkte erobern", investierten wieder mehr und kamen auch nochmals zu Möglichkeiten. Der Siegtreffer fiel jedoch nicht mehr, weshalb der Sektionsleiter am Ende bei einer nüchternen Einordnung landete: "Unterm Strich war es vielleicht ein gerechtes Unentschieden." Dazu passte auch sein Blick auf den Rahmen der Partie. Es sei "im Großen und Ganzen eine faire Partie" gewesen, der Schiedsrichter habe das Spiel "gut geleitet". Mit 20 Punkten nach acht Runden bleibt Loipersdorf ganz vorne dabei, auch wenn dieser Nachmittag vor allem die Erkenntnis brachte, dass eine frühe Führung alleine noch nicht reicht.