In der 1. Klasse Süd hat ASK Markt Neuhodis gegen SV Heiligenkreuz nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt. Andreas Horvath sprach danach von einem verdienten Remis, obwohl für seine Mannschaft am Ende sogar noch mehr drin war. Zwei Gegentreffer nach Standards brachten die Gastgeber früh ins Hintertreffen, danach kämpfte sich Markt Neuhodis aber mit starkem Offensivspiel zurück und holte gegen einen defensiv starken Gegner einen Punkt.

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash
Markt Neuhodis musste zunächst genau das hinnehmen, was Horvath im Rückblick als großes Problem ansprach. In der 21. Minute brachte Patrik Granicz die Gäste nach einer Standardsituation in Führung, und auch das 0:2 nach 30 Minuten durch Franco Petroczi fiel laut Horvath nach einem schnell abgespielten Freistoß. „Wir waren schnell mit 0:2 hinten, zwei Standardsituationen haben uns wehgetan“, sagte der Sektionsleiter. Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber aber, dass die Antwort noch vor der Pause kam. Milan Török verkürzte in der 36. Minute nach einem Gestocher im Fünfer auf 1:2 und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Gerade dieses Tor vor dem Seitenwechsel bewertete Horvath als wichtig, weil seine Elf dadurch trotz des Fehlstarts in der Partie blieb.
Nach dem Seitenwechsel legte Markt Neuhodis offensiv zu. Horvath sprach davon, dass sein Team vor allem in der zweiten Halbzeit sehr gut nach vorne gespielt habe, und genau in dieser Phase fiel auch der Ausgleich. In der 57. Minute traf Jonas Wind zum 2:2, und dieser Treffer hatte für den jungen Spieler noch eine besondere Note. „Das war ein schöner Lupfer von Jonas Wind, der heute sein erstes Kampfmannschaftstor geschossen hat“, sagte Horvath. Danach blieb es aus seiner Sicht nicht bei einer bloßen Aufholjagd. Die Gastgeber kamen noch zu einigen Möglichkeiten, weshalb Horvath auch meinte, seine Mannschaft sei am Ende dem Sieg näher gewesen als der Gegner. Gerade nach dem Verlauf mit dem frühen 0:2 war das für die Heimischen ein klares Zeichen, dass sie sich in diese Partie zurückgearbeitet hatten.
Trotzdem fiel die Einordnung des Sektionsleiters klar aus. „Über neunzig Minuten gesehen geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte Horvath, auch wenn ihn die ausgelassenen Chancen durchaus beschäftigten. Gerade in der Chancenverwertung sah er den Hauptgrund dafür, dass aus der starken zweiten Hälfte kein Sieg mehr wurde. Dazu kam, dass der Schlussmann von Heiligenkreuz einen starken Tag erwischte. „Der Tormann von Heiligenkreuz hat sehr gut gespielt, tolle Leistung gebracht“, sagte Horvath. Auf der anderen Seite sparte er die eigenen Schwächen nicht aus: „In der Defensive haben wir definitiv Verbesserungsbedarf, vor allem bei Standardsituationen.“ Gegen einen Gegner, von dem Markt Neuhodis wusste, dass er defensiv sehr gut steht, bekam diese Aussage noch zusätzliches Gewicht.
Auch abseits der Tore blieb Horvath in seiner Analyse bodenständig. Eine Szene mit möglichem Handspiel im Strafraum wollte er nicht größer machen, als sie für ihn war. „Das pfeift vielleicht einer von zehn Schiedsrichtern“, meinte er und stellte zugleich klar: „Ansonsten war die Leistung des Schiedsrichters tadellos.“ Für Markt Neuhodis zählt damit vor allem, dass nach dem 0:2 noch ein Zähler geholt wurde und die Mannschaft nach neun Runden weiter im gesicherten Mittelfeld bleibt. Genau dort wollten die Gastgeber nach den Worten ihres Sektionsleiters von Anfang an hin. „Wir wollten von Saisonbeginn an nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagte Horvath. Nun hofft der Verein, dass in den letzten Herbstrunden noch weitere Punkte dazukommen.