In der 1. Klasse Süd hat SC "SPAR Hinterleitner" Bad Tatzmannsdorf das Heimspiel gegen SPG Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen mit 0:4 verloren. Lange war es eine vorsichtige Partie ohne große Ausschläge, ehe die Gäste nach der Pause klar zulegten. Für Sektionsleiter Roland Szander lag der Schlüssel vor allem darin, dass seine Mannschaft geduldig blieb, defensiv kaum etwas zuließ und nach dem ersten Treffer das Spiel immer stärker auf ihre Seite zog.

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Wer nur auf das deutliche Endergebnis blickt, würde den Beginn dieser Partie falsch einordnen. Denn vor der Pause war es genau das Spiel, das man in einem Duell zwischen dem Tabellenersten und dem Dritten erwarten durfte: vorsichtig, diszipliniert und mit klarer Absicherung gegen den Ball. Szander beschrieb diese Phase treffend: „Die erste Halbzeit war abwartend. Beide Mannschaften haben aus einer gesicherten Abwehr gespielt, niemand ist ins volle Risiko gegangen.“ Genau so entwickelte sich auch der Nachmittag. Bad Tatzmannsdorf stand ordentlich, Loipersdorf ebenso, beide Teams wollten zunächst nichts herschenken. Der Sektionsleiter sprach deshalb auch von einem „logischen Halbzeitergebnis“, und das 0:0 zur Pause passte tatsächlich zu einer ersten Hälfte, in der Kontrolle wichtiger war als Risiko.
Erst nach dem Seitenwechsel bekam die Partie eine klarere Richtung. Aus Sicht der Gäste war das kein Zufall, sondern die Folge eines stärkeren Wiederbeginns. „In der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass wir physisch und spielerisch besser waren und besser aus der Pause gekommen sind“, sagte Szander. Den ersten sichtbaren Ertrag brachte dann Daniel Prenner, der in der 57. Minute das 0:1 erzielte. Für Loipersdorf war das weit mehr als nur die Führung, weil damit das vorsichtige Spiel endgültig aufgebrochen wurde. Szander formulierte es sehr klar: „Mit dem 1:0 ist der Knoten geplatzt.“ Als Zan Poglajen in Minute 70 auf 0:2 stellte, war für ihn schon viel entschieden: „Mit dem 2:0 war das schon eine Vorentscheidung.“
Dass Loipersdorf in Bad Tatzmannsdorf noch so deutlich gewann, erklärte Szander vor allem mit der Geschlossenheit seiner Mannschaft. „Es war eine sehr kompakte, geschlossene, gute Mannschaftsleistung“, sagte er, und genau darin sah er die größte Stärke. Vor allem in der Anfangsphase sei es darum gegangen, „den Gegner unter Kontrolle zu bekommen“, hinten gut zu stehen und wenig Zwingendes zuzulassen. Das gelang den Gästen über weite Strecken. Mit der Führung im Rücken fanden sie dann auch vorne mehr Möglichkeiten vor und nutzten diese diesmal konsequent. Jan Benedek erhöhte in der 85. Minute auf 0:3, Gal Poglajen setzte in der 90. Minute mit dem 0:4 den Schlusspunkt. Szanders Fazit fiel deshalb entsprechend positiv aus: „An der heutigen Leistung war wirklich nicht viel auszusetzen.“
Auch über den Gegner sprach Szander differenziert. Er hielt fest, dass sich Bad Tatzmannsdorf in der ersten Halbzeit „gut präsentiert“ habe und ebenfalls aus einer stabilen Ordnung heraus spielte. Gerade deshalb wertete er die Entwicklung nach der Pause als umso wichtiger, weil das Momentum dann immer klarer auf die Seite der Gäste fiel. Nach seiner Einschätzung konnte der Gastgeber „vom Mentalen oder auch vom Körperlichen“ irgendwann nicht mehr mithalten. Dazu passte auch, dass es laut Szander keine strittigen Szenen gab und der Schiedsrichter „gut und unauffällig“ blieb. Unterm Strich steht damit ein 4:0-Auswärtssieg, der für Loipersdorf in Runde neun ein klares Ausrufezeichen ist. Die Gäste behaupten damit mit 23 Punkten die Spitze, während Bad Tatzmannsdorf bei 19 Zählern hält.