In der 1. Klasse Süd musste sich FC Minihof-Liebau dem SV "Christbaum-Fröhlich" Kirchfidisch mit 1:4 geschlagen geben. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit und der Führung durch Stefan Rudolf Pilz sah Obmann Michael Prem seine Mannschaft lange auf Augenhöhe. Ausschlaggebend war für ihn dann die Phase nach dem Seitenwechsel: „Das 2:1 und der Elfmeter waren der Knackpunkt“, sagte er nach dem Spiel.

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Aus Sicht der Gastgeber begann die Partie durchaus so, wie man es sich in Minihof-Liebau vorgestellt hatte. Prem sprach von einer ersten Hälfte, in der seine Mannschaft „gut mitgespielt“ habe und in der sie auch über längere Zeit ordentlich dagegenhalten konnte. Lange stand es 0:0, ehe Stefan Rudolf Pilz in der 25. Minute das 1:0 für die Heimischen erzielte. Für den Obmann war genau das der Beleg dafür, dass sein Team diesmal von Beginn an im Spiel war. „Die erste Halbzeit war super. Egal, ob der Tormann oder bis vorne der Stürmer, alle waren da“, sagte Prem. Umso bitterer war aus seiner Sicht, dass diese Führung nicht bis in die Pause gehalten werden konnte. In der 36. Minute glich Philipp Toth für Kirchfidisch zum 1:1 aus, mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.
Dass Minihof-Liebau mit dem Pausenstand noch gut leben konnte, machte die zweite Hälfte aus Sicht der Hausherren umso enttäuschender. Prem beschrieb genau diese Phase als den Abschnitt, in dem seine Mannschaft den Faden verlor. Zunächst blieb das Spiel noch offen, doch mit dem 1:2 durch Daniel Vlasics in der 75. Minute schlug die Partie endgültig in Richtung der Gäste aus. „Das 2:1 für den Gegner und der Elfmeter waren irgendwie der Knackpunkt“, sagte Prem. Er nannte damit zusätzlich zum zweiten Gegentor eine Szene, die er als besonders ausschlaggebend empfand. In der Schlussphase machte Kirchfidisch dann alles klar. Philipp Toth traf in der 85. Minute zum 1:3 und legte nur drei Minuten später auch noch das 1:4 nach. Damit war aus einer lange offenen Partie noch eine deutliche Niederlage geworden.
Auch wenn das Endergebnis klar ausfiel, wollte Prem nach dem Schlusspfiff nicht alles schlechtreden. Im Gegenteil: Er hob mehrfach hervor, dass vor allem die erste Halbzeit ein Ansatz sei, auf den man aufbauen könne. „Positiv war die erste Halbzeit und das 1:0 von unserem Spieler“, sagte er und meinte damit den Treffer von Stefan Rudolf Pilz, der Minihof-Liebau zwischenzeitlich in Führung gebracht hatte. Ebenso bemerkenswert war für ihn, dass die Mannschaft diesmal nicht schon früh auseinandergefallen sei. „Diesmal haben wir nicht so viele Tore bekommen wie in den letzten Spielen“, erklärte Prem. Auch zum Gegner fiel seine Einschätzung differenziert aus. In der ersten Hälfte habe er sein Team „besser am Drücker“ gesehen, nach dem zweiten Gegentor habe Kirchfidisch das Spiel aber klar auf seine Seite gezogen. Den Schiedsrichter nahm er ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus: „Die Leistung des Schiedsrichters war super, da kann man nichts bemängeln.“
Für Minihof-Liebau bleibt es nach der neunten Runde der nächste Rückschlag in einer bislang schwierigen Saison, und die Mannschaft bleibt damit weiter am Tabellenende der 1. Klasse Süd. Gerade deshalb war bei Prem nach dem Spiel weniger Resignation als vielmehr der Versuch zu spüren, die wenigen positiven Punkte mitzunehmen. „Kopf hoch und wir müssen nach vorne schauen“, sagte der Obmann mehrfach und gab damit die Richtung für die kommenden Wochen klar vor. Der Frust über die zweite Halbzeit war deutlich zu hören, vor allem weil seine Mannschaft laut Prem bis zum Seitenwechsel vieles richtig gemacht hatte. Genau darin liegt aber auch der Ansatz für die nächsten Aufgaben: Minihof-Liebau wird daran anknüpfen müssen, was vor der Pause funktioniert hat, wenn aus ordentlichen Phasen in den nächsten Spielen auch einmal Zählbares werden soll.