In der 1. Klasse Süd hat sich der SV Eltendorf dem ASK Markt Neuhodis mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste lagen zur Pause noch 1:2 zurück, drehten die Partie aber nach dem Seitenwechsel. Genau dort setzte auch die Einordnung von Sektionsleiter Andreas Horvath an: Mit dem 2:2 sei das Spiel gekippt, danach sei Markt Neuhodis klar besser gewesen und habe sich den Auswärtssieg verdient.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Aus Sicht von Horvath begann der Nachmittag für seine Mannschaft genau so, wie man es sich auswärts wünscht. Schon in der 3. Minute brachte Levente Norbert Töttö die Gäste mit 1:0 in Front. Horvath sagte dazu: "Wir sind sehr gut gestartet, sind auch verdient in Führung gegangen mit 1:0, hätten das 2:0 machen müssen." Diese gute Phase hielt aber nicht durchgehend an. Matthias Thier stellte in der 14. Minute auf 1:1, Karoly Bogyo drehte die Partie in der 26. Minute auf 2:1 für Eltendorf. Gerade dieser Abschnitt blieb Horvath hängen: "Dann haben wir aus dem Nichts das 1:1 bekommen. Mit dem Gegentreffer haben wir den Spielzugriff verloren." So ging Markt Neuhodis mit einem Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel sah der Sektionsleiter ein anderes Bild. Ohne große Umwege formulierte Horvath seine Sicht klar: "Zweite Halbzeit waren wir meiner Meinung nach klar besser und haben verdient gewonnen." Lange musste Markt Neuhodis allerdings darauf warten, dass sich diese Steigerung auch im Ergebnis niederschlägt. Erst in der 69. Minute gelang Patrik Paudits das 2:2, und genau dieser Treffer war für Horvath der Moment, in dem sich das Spiel endgültig drehte. Auf die Frage, wann er das Kippen der Partie gespürt habe, antwortete er kurz und deutlich: "Mit dem 2:2." Danach blieb Neuhodis laut seiner Einschätzung am Drücker, und Milan Török traf in der 85. Minute zum 3:2.
Dass seine Mannschaft den Rückstand noch aufholen konnte, führte Horvath nicht auf einen einzelnen Spieler zurück. Für ihn lag die Grundlage des Auswärtssiegs im Auftreten gegen den Ball und in den direkten Duellen. "Das Defensivverhalten war sehr gut und wir haben den Kampf angenommen und die Zweikämpfe sehr gut bestritten", sagte er. Das ist insofern bemerkenswert, weil Eltendorf gerade rund um das 1:1 und 2:1 eine Phase hatte, in der die Gastgeber mehr Zugriff bekamen. Horvath selbst sagte auch: "Ende erster Hälfte waren sie besser als wir. Ansonsten haben wir das Spiel eigentlich kontrolliert und dominiert." Trotz der drei Punkte wollte er nicht alles schönreden. Nachbessern müsse man aus seiner Sicht "in der Abschlussstärke".
Der 3:2-Auswärtssieg bringt Markt Neuhodis in der Tabelle der 1. Klasse Süd auf 17 Punkte und festigt damit den Platz im gesicherten Mittelfeld. Für Horvath passte vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach einer schwierigen ersten Hälfte, auch wenn er sie nicht mit großen Worten ausschmückte. Seine Analyse blieb bodenständig und konkret, vom frühen guten Beginn bis zum späten Siegtreffer. Auch über Nebenschauplätze wollte er gar nicht lange reden. Zu möglichen strittigen Szenen meinte er nüchtern: "Die wichtigen Entscheidungen haben gepasst und der Rest ist nicht so wichtig." So blieb am Ende vor allem hängen, dass Markt Neuhodis nach dem 2:2 die Kontrolle zurückholte und das Spiel noch ganz auf seine Seite zog.