Für SV Auto Schuh Hochart war dieser Auftritt in der 2. Klasse Süd A vor allem ein Befreiungsschlag. Nach vier Niederlagen in Serie sprach Trainer Dieter Höfler von einem mental wichtigen Schritt und von einer Partie, in der sein Team nach frühem Rückstand Ruhe fand, mehr Ballbesitz verbuchte und zahlreiche Chancen kreierte. Gegen die SPG Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b hob er die faire Gangart und die kontrollierte Atmosphäre hervor – und richtete den Blick bereits auf das anstehende Derby.

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Der Start geriet holprig: Die Gäste gingen bereits in der 3. Minute nach einer Standardsituation durch Christoph Kröpfl mit 1:0 in Führung. Hochart antwortete prompt und übernahm zunehmend die Kontrolle. Ein unglückliches Eigentor von Nino Mernik (18.) brachte das 1:1, Lan Zibert stellte in der 28. Minute mit einem entschlossenen Abschluss auf 2:1, und Marijan Markovic erhöhte in der 34. auf 3:1. Zur Pause stand es folgerichtig 3:1. „Spätestens nach dem Ausgleich haben wir dominiert und sehr viele Torchancen gehabt“, so Höfler, der vor dem Seitenwechsel auch einen Stangenschuss verzeichnete.
„Es war ein sehr faires Spiel mit wenigen harten Zweikämpfen. Der Schiedsrichter war sehr gut, Hektik kam nicht auf“, bilanzierte Höfler. Bei ruhenden Bällen bleibt jedoch Arbeit: „Das 0:1 bekommen wir nach einer Standardsituation – da sind wir leider schon länger anfällig. Offensiv sind wir bei Standards im Moment zu harmlos, daran müssen wir weiterarbeiten.“ Zur Regelauslegung meinte er: „Wir haben einen Elfmeter bekommen, der war aus meiner Sicht hundert Prozent gerechtfertigt. Es gab auf beiden Seiten je eine Szene, in der man Elfmeter hätte pfeifen können, beide wurden aber nicht gegeben. Abseits war kein Thema.“
Weil das „vierte Tor“ ausblieb und die Latte Hochart noch einmal im Weg stand, wurde die Schlussphase zur Nervenprobe. In der 73. Minute verkürzte erneut Christoph Kröpfl für die SPG auf 3:2. „Am Ende war’s trotzdem ein Zittersieg bis zum Schluss“, fasste Höfler zusammen.
Umso größer fiel die Erleichterung aus: „Für uns war es wichtig, nach vier Niederlagen wieder einmal drei Punkte einzufahren. Jetzt kommt das Derby gegen Graseck – das ist meist ein offener Schlagabtausch.“ Ein Stürmer fehlt dabei gesperrt nach der fünften Gelben Karte. „Das Derby hat eigene Gesetze, ich sehe die Chance fünfzig zu fünfzig“, so der Trainer. .