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Riedlingsdorf-Coach Semir Huremovic: „Trotz 5:1 unser schlechtestes Spiel“

Riedlingsdorf
ASK Goberling

Statt Jubel über den klaren Spielausgang dominieren bei Riedlingsdorf nüchterne Töne. In der 2. Klasse Süd A gab es zwar ein 5:1 gegen Goberling, doch Trainer Semir Huremovic fand klare Worte: „Es klingt hart, aber das war unser schlechtestes Spiel seit meiner Rückkehr im Frühjahr.“ Verletzungssorgen um Kapitän Daniel Szendi und eine Gelb-Rote für Marcel Piff überschatten die Woche – trotz weiter offener Aufstiegschance. Die Stimmung: selbstkritisch, fokussiert, mit Blick auf Konsequenzen.


Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Selbstkritik als Leitmotiv

„Wir konnten wenig von dem umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen – deshalb müssen wir jedes Spiel mit 100 Prozent angehen“, erklärte Huremovic. Geplant war der flache Aufbau mit zirkulierendem Ballbesitz über die Seiten, doch „über 90 Minuten hat das kaum funktioniert, der letzte Pass kam zu selten“. Die erste große Chance gab es bereits in der 1. Minute nach einer Ecke, Goberling rettete auf der Linie.

Spielverlauf, Effizienz und kurze Momente der Kontrolle

In den entscheidenden Szenen zeigte sich Riedlingsdorf eiskalt: Fabian Kottuscheck traf in der 7. Minute zum 1:0 und setzte in der 89. Minute mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 5:1. Dazwischen erhöhte Marcel Jahrmann nach 23 Minuten auf 2:0, ehe Semir Huremovic in der 28. Minute das 3:0 markierte. Goberling meldete sich in der 34. Minute durch Lukas Pojer mit dem 3:1 zurück. Nach der Pause stellten die Gastgeber den alten Abstand wieder her: Urban Zibert traf in der 65. Minute zum 4:1. Trotz des klaren Ergebnisses blieb Huremovics Fazit nüchtern: Ballbesitz mehrheitlich auf der eigenen Seite, aber zu wenig Kontrolle im Positionsspiel.

Gegneranalyse, Personalalarm und der Blick nach vorn

Überrascht zeigte sich Huremovic von Goberlings Herangehensweise: „Sie wollten von hinten herausspielen und den Ball flach nach vorne tragen – damit hatten wir so nicht gerechnet, viele unserer bisherigen Gegner agierten eher mit langen Bällen.“ Bitter sind die Begleiterscheinungen: Kapitän Daniel Szendi erlitt einen Muskelfaserriss und fällt bis Saisonende aus. Zudem sah Marcel Piff Gelb-Rot und fehlt damit gesperrt. Bereits aus der Vorwoche vermeldete Riedlingsdorf einen weiteren Langzeitausfall. Ungeachtet dessen ist die Marschroute klar: volle Konzentration, keine Nachlässigkeiten – und von der ersten Minute an 100 Prozent.

2. Klasse Süd A: Riedlingsdorf : Goberling - 5:1 (3:1)

  • 89
    Fabian Kottuscheck 5:1
  • 65
    Urban Zibert 4:1
  • 34
    Lukas Pojer 3:1
  • 28
    Semir Huremovic 3:0
  • 23
    Marcel Jahrmann 2:0
  • 7
    Fabian Kottuscheck 1:0

 

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