In der 2. Klasse Süd A feierte der SV BB1 Wolfau einen 2:1-Heimsieg gegen SPG Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b. Nach torloser erster Hälfte trafen Emil Hamzagic unmittelbar nach der Pause und Luka Bozic mit einem Weitschuss zum 2:0, ehe Rok Brence spät verkürzte. Trainer Hans Peter Paul sprach von einem spielbestimmenden Auftritt, monierte aber die Chancenverwertung und hob den starken Reflex seines Tormanns vor der Pause hervor.

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Der Auftakt passte zu dem Bild, das Trainer Hans Peter Paul später zeichnete: Wolfau hatte von Beginn an mehr vom Spiel, suchte geduldig den Weg nach vorne und kam auch zu Möglichkeiten, ließ aber einiges liegen. „Wir waren sehr spielbestimmend, hatten mehr vom Spiel, haben es aber verabsäumt, die nötigen Tore zu machen. Im Abschluss waren wir unkonzentriert, deshalb blieb es lange offen“, sagte Paul. Die Gäste stellten sich kompakt auf und lauerten genau auf diese Unschärfen. „Buchschachen hat uns das Spiel überlassen und auf Konter gelauert“, so der Coach. Kurz vor der Pause kam die SPG nach einem Konter zu einer Hundertprozentigen, doch der Wolfauer Tormann parierte laut Paul „sensationell“ – beim Stand von 0:0 eine ganz wichtige Szene für die Hausherren.
Direkt nach Wiederbeginn fiel dann die ersehnte Führung: In Minute 46 drückte Emil Hamzagic den Ball zum 1:0 über die Linie und löste hörbar Erleichterung aus. Einen klaren Knackpunkt wollte Paul trotzdem nicht ausmachen. „Einen speziellen Moment gab es nicht. Buchschachen hat uns das Spiel überlassen und auf Konter gelauert. Ende der ersten Halbzeit hatten sie eine hundertprozentige Chance, die unser Tormann sensationell gehalten hat“, blickte er zurück. Wolfau blieb am Drücker und legte nach. In der 54. Minute folgte der Höhepunkt des Tages: Luka Bozic traf mit einem Weitschuss gleich nach der Mittellinie zum 2:0. „Das 2:0 war ein Weitschuss gleich nach der Mittellinie über den Tormann hinweg, von Luka Bozic“, schilderte Paul – dieser Treffer gab dem Spiel spürbar Ruhe.
Die SPG gab sich nicht geschlagen und kam in der Schlussphase noch zum Anschlusstreffer: Rok Brence stellte in Minute 90 auf 2:1. Mehr ließen die Hausherren aber nicht zu, auch weil die Grundordnung bis zum Schluss hielt. „Unsere größte Stärke war, dass wir fast über das ganze Spiel defensiv sehr konzentriert gespielt haben und immer an uns geglaubt haben, obwohl wir sehr gute Chancen fahrlässig vergeben haben“, sagte Paul. Den Gegner würdigte er als „defensiv sehr diszipliniert“, der „uns das Spiel überlassen und durch Konter immer wieder Gefahr ausgestrahlt hat“. Verbesserungsbedarf sieht der Coach klar: „Sicher in der Chancenauswertung.“ Positiv blieb auch der Rahmen: „Es gab keine strittigen Situationen und der Schiedsrichter war sehr unauffällig. Das wünscht man sich jeden Sonntag.“ Für Wolfau heißt das: auf der Stabilität aufbauen, vorne konsequenter werden.