Spielberichte

David Herzenjak (SV Eltendorf): „Wahnsinn, wie der Wind ging“ – 4:1 in Gerersdorf-Sulz

UFC Gerersdorf-Sulz
SV Eltendorf

Heftige Böen, viel Einsatz und ein starker Fokus auf Standards – so ordnet David Herzenjak, Coach von SV Eltendorf, den Auswärtsauftritt bei UFC Gerersdorf-Sulz in der 2. Klasse Süd B ein. „Es war Wahnsinn, Wahnsinn, wie der Wind dort ging.“ Spielerische Lösungen waren über weite Strecken kaum möglich, weshalb Eltendorf den Tag über Moral, Zweikampfpräsenz und gut eingestellte Standardsituationen definierte. Die Gäste gerieten früh in Rückstand (Torschütze: Laszlo Toth), blieben stabil, glichen zum 1:1 aus (Torschütze: Alex Österle), verschossen bei 1:1 einen Elfmeter und übernahmen noch vor der Pause die Führung (Torschütze: Martin Joszt). Am Ende stand ein 4:1, das Herzenjak als verdient einordnet – vor allem, weil sein Team die extremen Bedingungen annahm und in den entscheidenden Momenten die reiferen Antworten fand.


Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Der Wind als Taktgeber

Die Rahmenbedingungen diktierten den Rhythmus. Kontrollierter Kombinationsfußball war laut Herzenjak kaum darstellbar: „Es war dann eher auf Zufall bedacht, weil spielerisch nicht viel möglich war und auch die weiten Bälle konnte man fast nicht einschätzen.“ Also verlegte sich Eltendorf auf Tugenden, die bei solchen Verhältnissen gefragt sind: Laufarbeit, Klarheit in den Duellen – und Standards. „Deswegen war sehr, sehr viel Kampfgeist und Moral gefragt, und das hat die Mannschaft top umgesetzt.“

Der Plan, das Spiel über Disziplin und Wiederholbarkeit zu kontrollieren, zahlte sich über 90 Minuten aus: Die Mannschaft agierte trotz widriger Umstände strukturiert, minimierte Risiken und setzte im richtigen Moment Nadelstiche.

Kontrolle, Rückschlag, Reaktion

In der ersten Hälfte sah Herzenjak sein Team klar vorne: „Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Kontrolle und mehr vom Spiel.“ Der frühe Rückstand änderte daran wenig – der Gegner traf mit der ersten Chance (Torschütze: Laszlo Toth). Defensiv blieb Eltendorf stabil: „Wir sind hinten sehr gut gestanden, auch wenn es spielerisch nicht unsere beste Leistung war. Der Kampf und die Moral haben gepasst.“ Die Reaktion erfolgte prompt: Den Ausgleich zum 1:1 markierte Alex Österle (9.), die Führung vor der Pause besorgte Martin Joszt (43.). Nach dem Seitenwechsel kam Gerersdorf-Sulz besser in die Partie – „der Gegner kam in der zweiten Halbzeit dann schon etwas besser ins Spiel“ –, doch Eltendorf verteidigte konzentriert und setzte mit klaren Aktionen nach vorn die Akzente, die das Geschehen endgültig in ihre Richtung kippen ließen. Bemerkenswert: Bei 1:1 vergaben die Gäste einen Elfmeter, blieben aber mental stabil und steigerten sich im Verlauf der zweiten Hälfte weiter.

Standards, Zweikämpfe und der Blick nach vorn

Ein Schlüssel lag bei ruhenden Bällen. „Die Standards waren brandgefährlich“, betonte Herzenjak und verwies explizit auf das 2:1: „Das zweite Tor war super von uns – nach einem Eckball.“ (Torschütze: Martin Joszt) Mit zunehmender Spieldauer machten sich Wucht und Konsequenz der Gäste bezahlt; Luka Kotnik schnürte nach der Pause einen Doppelpack (64., 88.) zum 3:1 und 4:1. Dass die Partie bei diesem Wind zwangsläufig in vielen Duellen entschieden wurde, war den Eltendorfern vorher klar – und sie hielten laut ihrem Trainer von Beginn an robust dagegen, ohne die Linie zu überschreiten. Das Fazit fällt entsprechend positiv aus: „Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg.“ Der Fokus richtet sich nun auf die nächste Aufgabe: „Wir werden uns wieder gut auf den Gegner vorbereiten. Wir wissen um deren Stärken und versuchen unser Bestmögliches, um unserem Ziel einen Schritt näherzukommen – die drei Punkte nächste Woche beim Heimspiel zu holen.“

2. Klasse Süd B: Gerersdorf-Sulz : Eltendorf - 1:4 (1:2)

  • 88
    Luka Kotnik 1:4
  • 64
    Luka Kotnik 1:3
  • 43
    Martin Joszt 1:2
  • 9
    Alex Österle 1:1
  • 3
    Laszlo Toth 1:0

 

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