Wind, Wille und Wucht prägten das Auswärtsspiel in der 2. Klasse Süd B beim FC Stinatz: Für Peter Racz, Coach von SV Heiligenbrunn, war rasch klar, worauf es ankam. „Der Wind hat das ganze Spiel beeinflusst. In der ersten Halbzeit spielten wir gegen den Wind, nach der Pause die Stinatzer“, ordnete er ein. Zur Pause lag seine Mannschaft 0:1 zurück. Nach dem Seitenwechsel – nun mit Rückenwind – schob Heiligenbrunn die Linie höher, bespielte die Flügel entschlossener und blieb geduldig – am Ende stand die gedrehte Partie von 0:1 auf 2:1. Racz hob die großartige Leistung seines Torwarts und die wache Arbeit der Hintermannschaft hervor und sprach dem Unparteiischen ein Lob aus, obwohl sein Team eine Rote Karte sah (Matheo Kraller). Die Botschaft des Trainers: viel Moral, viel Teamgeist, klare Schritte nach vorn.

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In der ersten Hälfte drückte Stinatz den Gast tief in dessen Hälfte. „Hundertprozentige Chancen hatten die Stinatzer kaum, aber sehr viele Fernschüsse, die mein Tormann (Balint Horvath) wunderschön pariert hat“, sagte Racz. Auch Standards hatten es in sich: „Die Stinatzer Corner, besonders in der ersten Halbzeit mit dem Wind, waren sehr gefährlich.“ Trotz stabiler Defensive fiel der Rückstand – für den Trainer mit Anerkennung: „Man muss sagen, die Stinatzer haben ein sehr schönes Tor geschossen.“ – Torschütze: Peter Zsifkovits. Offensiv lauerte Heiligenbrunn vor der Pause vor allem auf Umschaltmomente: „Wir hatten ein paar Konterchancen, aber sie nicht gut zu Ende gespielt und insgesamt etwas defensiver agiert.“ Dass sein Team bis zur Pause im Spiel blieb, führte Racz neben der Ordnung auch auf die Paraden seines Keepers zurück.
Nach dem Wechsel kippte die Statik. „Wir haben in der zweiten Halbzeit mit Rückenwind gespielt. Alles war nach vorne ausgerichtet, besonders über unsere Flügel waren wir gefährlich“, so Racz. In Minute 72 traf Aron Szmolek zum 1:1, drei Minuten später stellte Barnabas Bako auf 2:1 – die Wende war vollzogen. „Gott sei Dank ist es uns gelungen, zwei Tore zu schießen. Weitere wären auch möglich gewesen.“ Racz’ Fazit: Die Mannschaft schob mutig nach, blieb fokussiert und belohnte sich für den Aufwand – „ich denke, verdient gewonnen.“
Den Unterschied sah der Trainer vor allem zwischen den Pfosten: „Ich möchte noch sagen: Mein junger Tormann, Balint Horvath, war der Schlüsselpunkt in diesem Match.“ Bereits vor der Pause entschärfte Horvath mehrere Distanzversuche und hielt sein Team im Spiel. Die Intensität gefiel dem Coach auch im Zentrum: „Wir waren heute zweikampfstark im Mittelfeld – das war ebenfalls ein Schlüsselpunkt.“ Zur Spielleitung fand Racz klare Worte: „Der Schiedsrichter war total in Ordnung. Auch trotz der Roten Karte können wir mit seiner Leistung gut leben – das war souverän.“ Sein Gesamtbild vom Nachmittag fällt positiv aus: „Trotz des starken Winds war das eine gute Partie“, und: „Es ist sehr positiv, dass wir von 0:1 auf 2:1 gedreht haben – das zeigt unsere Moral. Super.“ Der Ausblick steht im Zeichen des Schwungs: „Das möchten wir natürlich mitnehmen und uns ein schönes Osterwochenende machen – für uns, unseren Verein und unsere Fans.“