Im Nachbarschaftsduell der 2. Klasse Süd B zwischen SV Rohrbrunn und USV Burgauberg spricht Trainer Zsolt Jona von einem „heißen Derby“, körperlich geführt und zugleich auffallend fair. Er betont eine ausgeglichene erste Hälfte, mehr Kontrolle nach der Pause und die Entschlossenheit seiner Elf in den letzten 20 Minuten. Zugleich hebt er zwei Weitschüsse seines Spielmachers Alex Dedics hervor und ärgert sich über eine Rote Karte – richtet den Blick aber sofort auf die kommenden Wochen und den Auftrag, Platz zwei zu behaupten.

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Die Gäste kamen trotz Ausfällen mit großem Schwung und Aggressivität in die Partie. Nach einem offenen Beginn brachte Alex Dedics Rohrbrunn in der 29. Minute mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte das Heimteam den Druck, hatte mehr Ballbesitz und belohnte sich: Milán Zoltán Ambrus stellte in der 52. Minute auf 2:0. In der Schlussphase blieben die Hausherren am Drücker, erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten – und Alex Dedics machte in der 74. Minute mit seinem zweiten Distanztreffer des Tages den 3:0-Endstand perfekt. Standards spielten laut Jona keine große Rolle: Es gab ein paar Corner und Freistöße, aber ohne zwingende Abschlüsse.
Kurz vor der Pause sah Thorsten Ernst in der 40. Minute Rot – eine Entscheidung, mit der Jona haderte: „Aus meiner Sicht war das schwer nachzuvollziehen. Am Ende müssen wir die Entscheidung akzeptieren.“ Trotz der Emotionen hebt der Coach die Atmosphäre hervor: ein intensives, körperbetontes, zugleich sehr faires Derby zweier Nachbarorte.
Nach dem Abpfiff richtete Jona den Blick sofort nach vorne: „Jetzt ist die Frühlingssaison-Hinrunde vorbei. Sieben Spiele, 13 Punkte – nun beginnt die Rückrunde.“ Den aktuellen Rang bewertet er klar: „Unser zweiter Platz ist verdient, aber wir müssen vorbereitet sein, dass gegen den Zweiten jede Mannschaft besonders Gas gibt.“ Das Ziel formuliert er unmissverständlich: „Wir wollen diesen zweiten Platz verteidigen, bis in der Meisterschaft Klarheit herrscht.“