Nach einer wechselhaften Hinrunde in der II. Liga Mitte zieht Wilhelm Leser, Trainer des Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I, ein nüchternes, aber optimistisches Fazit. Sein Team steht mit 24 Punkten auf Rang acht und hat sich nach einem holprigen Start spürbar stabilisiert. In den letzten fünf Partien punktete die Mannschaft regelmäßig: Unentschieden gegen SV 7023 Z-S-P und SC Neudörfl, eine Niederlage gegen Rohrbach sowie zwei Siege – gegen ASK Neutal und den Tabellenführer SV Lackenbach. Leser betont das positive Ende der Herbstserie, sieht aber zugleich klare Ansatzpunkte für die nächsten Schritte.

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Leser beschreibt die ersten Wochen als „durchschnittlich gut verlaufen“, verschweigt jedoch nicht die Anlaufschwierigkeiten. Im Laufe der Hinrunde habe sich die Mannschaft gefunden: „Zum Ende sind wir immer besser reingekommen.“ Gerade die letzten Partien vor der Winterpause unterstreichen den Trend: Der Klub besiegte den ASK Neutal und holte gegen den Spitzenreiter aus Lackenbach einen wichtigen Dreier. „Wir haben einige Spiele immer besser gespielt und einige auch gewonnen“, fasst der Coach zusammen. In der Tabelle bedeutet das nach 16 Runden einen gefestigten Mittelfeldplatz – mit Luft nach oben für das junge Team.
Für die kommenden Aufgaben rückt der Trainer die Abwehrarbeit in den Fokus. „In der Defensive müssen wir als Mannschaft kompakter sein, besser gegen den Ball arbeiten“, erklärt Leser und ergänzt, dass die Offensive bisher durchaus torhungrig agiere. Zugleich lobt er den Charakter seiner Truppe: „Wir spielen mit sehr vielen einheimischen Spielern, nur drei ungarische. Die Stimmung ist gut.“ Trotz frostiger Temperaturen und gefrorener Plätze zieht er ein positives Zwischenfazit: Die Trainingsintensität stimme, Transfers sind in der Winterpause nicht geplant. Zwei Spieler sind verletzt, ein weiterer leistet seinen Grundwehrdienst beim Bundesheer – insgesamt zeigt sich Leser mit der Kadersituation zufrieden.
Rückblickend auf die bisherigen Gegner fällt Lesers Einschätzung differenziert aus: „Es hat mehrere recht gute Mannschaften gegeben.“ Besonders in Erinnerung blieb die Partie gegen Rohrbach, in der sein Team aufgrund von Sperren und Verletzungen eine Niederlage hinnehmen musste. Dennoch sieht der Trainer die Liga insgesamt sehr ausgeglichen: „Gegen die vorderen Mannschaften haben wir eigentlich immer sehr gut gespielt.“
Die 24 Punkte nach 16 Runden dokumentieren eine stetige Entwicklung, während Teams wie SV Lackenbach und SC Neudörfl an der Spitze marschieren. Ein besonderes Anliegen ist Leser die Nachwuchsarbeit: „Wir haben viele eigene Spieler – das ist für uns ein Paradebeispiel in der Liga. Es ist wichtig, die Jugend zu fördern und nicht auf zu viele auswärtige Spieler zu setzen.“ Mit dieser klaren Philosophie will der Sportclub die Verbindung zur Region stärken und sportlich weiter wachsen. Nach einer ordentlichen Hinrunde blickt Lockenhaus-Rattersdorf zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben – mit dem Ziel, den Aufwärtstrend fortzuführen und das Mittelfeld der II. Liga Mitte zu festigen.