In der II. Liga Mitte blickt Dieter Komanovits, Trainer des ASK Neutal, zur Winterpause auf eine herausfordernde Herbstsaison zurück. Nach 16 Spielen hält Neutal bei 13 Punkten und rangiert auf Platz 14 – hinter Teams wie dem SV Draßmarkt oder Kaisersdorf/Markt St. Martin. Die Bilanz der letzten fünf Partien – ein Sieg, ein Remis und drei Niederlagen – unterstreicht die wechselhafte Form. Im Gespräch bewertet Komanovits den bisherigen Verlauf offen, spricht über personelle Veränderungen und die Aussicht auf Besserung im Frühjahr.

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„Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf natürlich nicht zufrieden sein“, beginnt Komanovits selbstkritisch. „Wir sind hinter unseren Möglichkeiten geblieben.“ Viele Partien seien nur mit einem Tor Unterschied verloren gegangen – besonders schmerzlich für den Coach. Die jüngsten Ergebnisse spiegeln das wider: Gegen ASKÖ Kobersdorf holte Neutal ein Unentschieden, es folgten Niederlagen gegen SV Lackenbach, SC Lockenhaus-Rattersdorf I und ASV Pöttsching. Lediglich gegen den SV Oberloisdorf durfte gejubelt werden.
Unterm Strich blieb der Ertrag unter den Erwartungen, obwohl spielerische Ansätze immer wieder erkennbar waren.
Umso bemerkenswerter ist die interne Verfassung der Mannschaft. „Die Stimmung im Verein ist aktuell sehr gut“, betont Komanovits. Die Trainingsbeteiligung sei hoch, regelmäßig stünden über 20 Spieler auf dem Platz. „Die Bedingungen derzeit sind schwierig, aber wir haben in Neutal eine Sporthalle und können auch auf den Kunstrasen in Ritzing ausweichen.“ Diese Flexibilität und der gemeinsame Wille zur Verbesserung sollen einen starken Start ins Frühjahr ermöglichen.
Auch personell hat sich in der Winterpause etwas getan. „Fixe Abgänge sind Patrik Horvath und Erblin Polomi“, erklärt Komanovits, wobei Polomi künftig für Kaisersdorf/Markt St. Martin aufläuft. Im Gegenzug haben sich mehrere Neuzugänge – unter anderem vom SC Oberpullendorf – dem Kader angeschlossen.
Der Trainer betont, dass sich alle Neuen rasch integriert hätten: „Die Vorbereitung verläuft den Umständen entsprechend sehr gut, und die Motivation, im Frühjahr eine Verbesserung zu erreichen, ist bei den Spielern vorhanden.“
Komanovits verzichtet bewusst darauf, einzelne Akteure herauszuheben: „Ich möchte niemanden hervorheben.“ Stattdessen setzt er auf mannschaftliche Geschlossenheit, um den Abstand zum Tabellenmittelfeld rasch zu verkürzen. Entscheidend wird sein, die knappen Niederlagen künftig in Zählbares zu verwandeln. Oft entscheidet ein Treffer über Punkte oder Enttäuschung. „Es besteht auf jeden Fall Luft nach oben“, fasst Komanovits zusammen. Mit diesem klaren Blick nach vorne startet der ASK Neutal in die Rückrunde – mit guter Stimmung, neuen Ideen und dem festen Vorsatz, endlich wieder konstant zu punkten.