Spielberichte

Philipp Schordje (SV Draßmarkt): „Der Star ist die Mannschaft“ – Aufwind und klare Ziele

SV Draßmarkt

In der II. Liga Mitte blickt Philipp Schordje, Trainer von SV Draßmarkt, auf eine bewegte Saisonphase zurück. Nach einem schwierigen Start hat sein Team zuletzt mit konstanten Leistungen überzeugt und sich in der Tabelle auf Rang 13 vorgearbeitet. Die Burgenländer sammelten bislang 17 Punkte aus 16 Spielen und knüpften an eine bemerkenswerte Serie zum Ende der Hinrunde an. In den letzten fünf Partien stehen drei Siege, ein Remis und eine Niederlage zu Buche – ein deutliches Zeichen für den Aufwärtstrend. Schordje betont im Gespräch, dass seine Elf durch Zusammenhalt und harte Arbeit überzeugt – und nicht durch Einzelglanz.


Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

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Steigende Formkurve nach holprigem Auftakt

Der Rückblick des Trainers fällt selbstkritisch, aber hoffnungsvoll aus: „Nach dem holprigen Start hat die Mannschaft zu sich gefunden. Die letzten fünf Spiele waren alle sehr positiv.“ Tatsächlich spiegeln die Ergebnisse diesen Aufschwung wider. Auf ein Unentschieden folgten drei Siege, lediglich in einer Partie musste sich Draßmarkt geschlagen geben. Dennoch zeigte die Mannschaft gerade in dieser Phase enorme Lernfähigkeit. „Für uns hätte die Hinrunde noch etwas länger gehen können“, räumt der Coach ein – die gute Form kam spät, aber zum richtigen Zeitpunkt, um mit Rückenwind in die Winterpause zu gehen.

Teamgeist statt individueller Stars

Im Gespräch macht Schordje keinen Hehl daraus, was den Kern seines Teams ausmacht. Trotz fünf Abgängen und nur zwei Neuzugängen bleibt die Stimmung im Verein positiv. „Allen ist bewusst, dass es in der Rückrunde nicht einfacher wird. Wir müssen alle einen Schritt mehr machen – auch ich als Trainer: mehr Zeit, mehr Arbeit, mehr Leidenschaft“, sagt er. Das Ziel sei klar: frühzeitig Punkte sammeln, um den drohenden Abstiegskampf zu vermeiden. Einen einzelnen Leistungsträger hervorzuheben, lehnt Schordje kategorisch ab. „Momentan arbeitet die gesamte Mannschaft sehr, sehr hart und sehr, sehr gut. Da wäre es unfair, nur einen Spieler zu nennen. Bei uns ist ganz klar: Der Star ist die Mannschaft.“ Diese Haltung prägt auch den Trainingsalltag: offen, ehrlich und gemeinschaftlich.

Blick nach vorn: Alles für den Klassenerhalt

Mit 17 Punkten aus 16 Partien ist SV Draßmarkt zwar noch nicht im sicheren Mittelfeld, aber in Schlagdistanz. Schordje zeigt sich realistisch, ohne die Zuversicht zu verlieren: „Unser Vorteil ist, dass wir von Anfang an wissen, dass es bis zur letzten Runde gegen den Abstieg gehen kann – und dafür werden wir alles tun, um diesen zu verhindern.“ Der Trainer legt Wert auf Transparenz und klare Kommunikation im Team. „Wir versuchen, die Karten klar auf den Tisch zu legen, und sehen das zugleich als Chance – jede Minute in dieser Liga zu nutzen.“ Mit dieser Bodenständigkeit und dem gewachsenen Zusammenhalt hat sich der Verein ein stabiles Fundament für die Rückrunde geschaffen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass der eingeschlagene Weg Früchte trägt – und dass die Mannschaft von Philipp Schordje bereit ist, weiter anzugreifen, um den Verbleib in der II. Liga Mitte aus eigener Kraft zu sichern.