In der II. Liga Mitte musste der SV Draßmarkt gegen den ASK Marz eine 0:2-Heimniederlage hinnehmen. Marz legte schon vor der Pause den Grundstein, führte zur Halbzeit 1:0 und brachte den Auswärtssieg souverän nach Hause. Torschützen waren Ciprian-Florin Brata und Tobias Kornfehl. Trainer Gerald Linshalm sprach danach von einem „sehr dominanten Auftritt“ und meinte unmissverständlich: „Wir hatten über 90 Minuten die Kontrolle und hätten das Spiel auch höher gewinnen müssen.“

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Die Gäste aus Marz erwischten den besseren Start, setzten sich in der Draßmarkter Hälfte fest und kamen früh zu einer ganzen Reihe aussichtsreicher Abschlüsse. „Schon nach sechs, sieben Minuten hätte es 3:1 oder 4:1 für uns stehen können oder müssen. Eine irre Startphase mit vielen guten Möglichkeiten für uns, aber auch zwei großen Möglichkeiten der Gegner per Kopfball“, schilderte Gerald Linshalm, der seiner Mannschaft eine Vielzahl an Chancen attestierte. Kurz vor der Pause zahlte sich der Druck aus: In Minute 37 stellte Ciprian-Florin Brata auf 0:1. Linshalm beschrieb den Führungstreffer als Folge einer abgefälschten Flanke, die sein Stürmer erlaufen und mit einem feinen Chip ins lange Eck vollendet habe. Zur Pause stand es 0:1, doch am Plan der Gäste änderte sich wenig – sie blieben nach dem Seitenwechsel aktiv und suchten die Entscheidung.
Die fiel dann auch. In der 57. Minute erhöhte Marz auf 0:2, Torschütze war Tobias Kornfehl. Laut Linshalms Schilderung entstand das Tor nach einem Corner, bei dem der zweite Ball von Muji vor den Füßen des Marzer Angreifers landete – aus kurzer Distanz drückte Kornfehl den Ball über die Linie. Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken kontrollierten die Gäste weiter das Geschehen, während Draßmarkt versuchte, mit kompaktem Verteidigen und Nadelstichen im Spiel zu bleiben. „Wir haben kaum etwas zugelassen, maximal zwei, drei Halbchancen“, erklärte Linshalm. Am Ende blieb es beim 0:2, weil Marz trotz weiterer Möglichkeiten die Tür für einen noch klareren Erfolg offenließ.
In seiner Analyse sparte der Marz-Trainer nicht mit Lob für den eigenen Auftritt. „Ich war mit allen Phasen des Spiels absolut zufrieden“, sagte Linshalm und hob besonders die Struktur mit Ball hervor: „Wir haben ein sehr, sehr gutes Positionsspiel gespielt und uns eine Vielzahl an Chancen herausgespielt.“ Viermal stand dem Jubel allerdings Aluminium im Weg – auch das ein Beleg dafür, wie viel Zug der ASK Marz zum Tor entwickelte. Gleichzeitig funktionierte die Arbeit gegen den Ball. „Die Bereitschaft auf die zweiten Bälle und die Aggressivität gegen den Ball war heute herausragend“, so Linshalm. Selbst von der Bank kam zusätzliche Energie: „Auch die Einwechselspieler haben noch einmal für Schwung gesorgt.“ Unterm Strich blieb für den Coach ein klarer Eindruck: „Es war ein absolut verdienter Sieg.“
Trotz der deutlichen Marzer Spielanteile fand Linshalm anerkennende Worte für den Gegner. „Draßmarkt hat sich trotz unserer Dominanz bis zum Schluss nie aufgegeben“, sagte er. Die Hausherren versuchten, immer wieder Wege nach vorne zu finden und defensiv kompakt zu stehen – „teilweise ist ihnen das auch gut gelungen“, meinte der Gäste-Trainer, der seine Elf an diesem Tag aber schlicht „zu gut“ sah. Diskussionen abseits des Sportlichen gab es keine: „Meines Erachtens keine diskussionswürdigen Entscheidungen und eine Top-Schiedsrichterleistung“, stellte Linshalm klar. Nach dem verdienten 0:2-Auswärtssieg will Marz den Auftritt als Maßstab nehmen. Die Mischung aus sauberem Positionsspiel, Gier auf zweite Bälle und Kaltschnäuzigkeit bei den Treffern von Ciprian-Florin Brata und Tobias Kornfehl taugt als Blaupause – und als Auftrag, diese Linie in den kommenden Wochen zu bestätigen.