Spielberichte

Hannes Friesenbichler (Trainer SV Rohrbach): „Toppartie – unterm Strich passt das Remis“

Rohrbach
SV Lackenbach

Im Spitzenspiel der II. Liga Mitte trennten sich SV Rohrbach und SV Lackenbach mit 3:3. Das Duell Erster gegen Zweiter bot hohes Tempo, viele faire, aber intensive Zweikämpfe und ständig wechselnde Phasen. Rohrbachs Trainer Hannes Friesenbichler sprach von einer „Toppartie“ und haderte mit einer liegen gelassenen Chance zum 4:2, sah unterm Strich jedoch ein gerechtes Remis. Der Tabellenführer glich spät aus und nahm in Rohrbach einen Punkt mit – die Entscheidung im Titelrennen bleibt damit weiter vertagt.


Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Viel Tempo, früher Rückstand – Huber gleicht vor der Pause aus

Von Beginn an wollte Rohrbach das Heft in die Hand nehmen. „Wir waren eigentlich sehr dominierend und haben versucht, unseren Plan durchzuziehen. Das ist uns auch gelungen“, schilderte Hannes Friesenbichler. Trotzdem lag seine Mannschaft zurück: Aus seiner Sicht nach einer schwach verteidigten Ecke ging Lackenbach in Führung, das 0:1 besorgte Mert Etiz in Minute 16. „Da waren wir zu wenig aktiv“, ärgerte sich der Coach. Rohrbach schüttelte sich kurz, blieb am Drücker und kam noch vor der Pause zurück. Andreas Huber traf in der 32. Minute zum verdienten 1:1, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. „Wir sind verdient zum Ausgleich gekommen“, fasste Friesenbichler den ersten Abschnitt zusammen – ein Halbzeitstand, der den intensiven, aber fair geführten Minuten gerecht wurde.

Füleki dreht die Partie, doch Lackenbach findet spät die Antwort

Nach der Pause stellten die Gastgeber um – und hatten laut Trainer zuerst sogar ein „vermeintliches 2:1“, das wegen Abseits aberkannt wurde. In Minute 56. brachte Füleki Rohrbach tatsächlich in Führung. Aber Milan Hajmasi stellte in der 66. Minute auf 2:2. Rohrbach antwortete sofort und blieb aktiv. In der 75. Minute drehte Füleki per Freistoß das Spiel auf 3:2. Genau in dieser Phase lag die große Chance zur Vorentscheidung in der Luft. „Bei 3:2 haben wir einen wunderbaren Angriff gespielt, ein super Steckpass in die Tiefe, und Andreas Huber läuft alleine aufs Tor. Wenn’s dann 4:2 steht, ist der Sack zu und die drei Punkte sind bei uns“, sagte Friesenbichler, der den vergebenen Abschluss als „entscheidenden Knackpunkt“ bezeichnete. Rohrbach ließ weitere Möglichkeiten aus – und wurde bestraft: Robin Nusshall traf in der 84. Minute zum 3:3. „Beim 3:3 musst du im Mittelfeld vorher das Foul ziehen, auch einmal eine Gelbe riskieren. Dann kommt es gar nicht zu dem Pass“, haderte der Coach mit einer Kleinigkeit, blieb aber fair: „Am Ende ist das Ergebnis in Ordnung.“

„Als Team aufgetreten“ – Lob für Gegner und das Schiedsrichtergespann, Blick aufs Derby

In seiner Analyse hob Friesenbichler die eigene Geschlossenheit und die Offensivpower hervor. „Wie in den letzten Wochen sind wir als Team aufgetreten. Wir haben uns wieder Chancen erspielt,  Topchancen, und auch schöne Tore erzielt“, sagte er und betonte zugleich die hohe Qualität des Gegners: „Lackenbach hat versucht, seinen Plan durchzuziehen, war sehr aggressiv in der Offensive. Wir wussten, sie haben starke Offensivspieler.“ Besonders wichtig war ihm der faire Rahmen. „Großes Lob an das Dreiergespann, vor allem an den Hauptschiedsrichter. Unglaubliche Leistung, sehr ruhige Spielführung – eine der besten der letzten Wochen“, so Friesenbichler. Am Ende blieb die Zuversicht: „Wir ziehen unseren Plan bis zum Ende der Meisterschaft durch, und dann werden wir sehen, was am 6. Juni rauskommt.“

Der Blick geht ohnehin nach vorne: Schon am Mittwoch wartet das Cup-Halbfinale gegen Mattersburg. „Ein Riesenderby. Wir hoffen auf viele Zuschauer und werden alles geben, um ins Finale einzuziehen.“

II. Liga Mitte: Rohrbach : Lackenbach - 3:3 (1:1)

  • 84
    Robin Nusshall 3:3
  • 75
    Norbert Füleki 3:2
  • 67
    Norbert Füleki 2:2
  • 66
    Milan Hajmasi 1:2
  • 32
    Andreas Huber 1:1
  • 16
    Mert Etiz 0:1