In der II. Liga Mitte feierte ASK Neutal bei ASKÖ Waldquelle Kobersdorf einen klaren 4:1-Auswärtssieg. Nach einer zähen Anfangsphase stellten Jahe Berbati (21.) und Laszlo Tamas Vizler (42.) noch vor der Pause auf 2:0. Gleich nach Wiederbeginn erhöhte Rene Sturm (47.), Vizler legte spät nach (75.), ehe Endrit Kuqi (88.) den Ehrentreffer markierte. Trainer Dieter Komanovits brachte es so auf den Punkt: „Das schnelle Tor nach der Pause hat das Spiel endgültig entschieden.“

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Neutal erwischte keinen guten Start, das sagte Dieter Komanovits offen: „Wir sind sehr schlecht ins Spiel gestartet.“ In einer ersten Halbzeit, die er als „sehr fahrig“ beschrieb, gab es Chancen auf beiden Seiten, eine klare Linie war aber selten zu erkennen. Umso wichtiger war der erste Stich: Jahe Berbati traf in Minute 21 – aus Trainersicht „sehr glücklich“ – zum 0:1. Kobersdorf suchte die Antwort, doch kurz vor dem Pausenpfiff legte Laszlo Tamas Vizler zum 0:2 nach (42.). „Mit dem zweiten Tor hat sich die Verkrampfung bei meiner Mannschaft gelöst, wir sind mit einem relativ sicheren Vorsprung in die Pause“, erklärte Komanovits. Direkt nach Wiederbeginn die endgültige Weichenstellung: Rene Sturm schob in der 47. Minute zum 0:3 ein. Spät erhöhte erneut Vizler auf 0:4 (75.), ehe Endrit Kuqi in der 88. Minute für Kobersdorf auf 1:4 stellte. „Wir haben die drei Punkte dann relativ ungefährdet nach Hause gebracht“, resümierte der Coach.
So klar das Resultat, so nüchtern fiel die Analyse aus. „Im Gegensatz zum Spiel gegen Rohrbach war unsere Leistung eher durchschnittlich“, sagte Komanovits und führte aus: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr viele Fehlpässe gemacht und die Angriffe sehr ungenau zu Ende gespielt.“ Beide Teams seien stark ersatzgeschwächt gewesen, „wobei wir unsere Ausfälle besser kompensieren konnten“. Beim Gegner sah er deutliche Lücken: „Kobersdorf war stark ersatzgeschwächt. Mit Memisevic, Szabados und Kalbacher haben wichtige Stammspieler gefehlt – das hat man gemerkt. Kobersdorf konnte das nicht kompensieren.“ Einen einzelnen Knackpunkt wollte er aber nicht ausmachen: „Eigentlich nicht“, sagte er auf die Frage nach der Schlüsselszene. Ein Sonderlob ging an den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat eine hervorragende Leistung gezeigt und das Spiel sehr unaufgeregt geleitet.“
Bei aller Freude über den Auswärtssieg gab es für Komanovits auch einen Wermutstropfen: „Wir haben leider bereits in der Halbzeit mit Berbati und Berlakovich zwei Spieler angeschlagen auswechseln müssen.“ Zudem verletzte sich kurz vor Spielende auch noch Michi Reißner. Der Blick geht deshalb auch gleich nach vorne: „Alle drei Spieler sind für das nächste Spiel gegen Lackenbach mehr als fraglich. Das war der Wermutstropfen dieses Spiels.“ Inhaltlich blieb der Coach bei seiner Linie: wichtige drei Punkte, aber kein Grund zum Abheben. Das Team habe sich nach holprigem Beginn über die Treffer vor und unmittelbar nach der Pause befreit und den Abend seriös zu Ende gespielt. „Wichtige drei Punkte, aber leider ist die Verletztenliste wieder länger geworden“, so sein Schlusswort.