In der II. Liga Mitte setzte sich der ASV Draßburg in der 30. Runde mit 3:1 gegen Bad Sauerbrunn 1b durch. Die Hausherren legten vor der Pause zweimal vor, Bad Sauerbrunn verkürzte spät, ehe ein Treffer in der Nachspielzeit alles klar machte. Trainer Heinz Kremser sprach von einer „über weite Strecken offenen Partie“, lobte aber zugleich die Effizienz der Draßburger Umschaltmomente – und haderte damit, dass seine junge Elf für ihren Einsatz nicht mit Zählbarem heimfuhr.

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Die Geschichte der ersten Hälfte ist schnell erzählt, aber sie hatte es in sich. Bereits nach acht Minuten stellte Sandro Kristianidi auf 1:0 für Draßburg und gab dem Spiel die Richtung. Aus Sicht von Gästetrainer Heinz Kremser war der Plan der Heimischen klar erkennbar: „Es war großteils eine offene Partie. Draßburg hat schnell umgeschaltet, tolle Konter gespielt und uns vor der Pause zwei Tore aus zwei Kontern gemacht.“ Das zweite Tor fiel zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt: In Minute 44 traf Mátyás Krizsonits zum 2:0. Kremser ordnete diese Szene deutlich ein: „Das zweite Tor knapp vor der Pause war wahrscheinlich schon vorentscheidend. Ich habe gehofft, dass wir nur mit 0:1 in die Kabine gehen und dann noch eine Chance haben.“ Mit dem 2:0 im Rücken konnten die Hausherren danach ruhiger agieren, während Bad Sauerbrunn 1b zunächst anrennen musste.
Nach dem Seitenwechsel steckte Bad Sauerbrunn 1b nicht auf, sondern blieb dran. Kremser fasste den Auftritt seiner Truppe so zusammen: „Die Burschen haben sich in der zweiten Halbzeit bemüht.“ In der 76. Minute wurden die Gäste tatsächlich belohnt: Norbert Gergely stellte mit dem Anschlusstreffer auf 2:1 und brachte damit wieder Spannung in diese Partie. In der Schlussphase suchte Bad Sauerbrunn weiter den Ausgleich, doch das letzte Wort hatte erneut Draßburg. In der Nachspielzeit traf Mátyás Krizsonits zum 3:1-Endstand und schnürte damit seinen Doppelpack. Kremser sprach dabei von einem Elfmeterfoul im Vorfeld der Entscheidung: „In der Schlussphase gab es dann noch einen Angriff von Draßburg und ein Elfmeterfoul. Das war dann die Entscheidung.“ Zum Unparteiischen hatte der Coach ansonsten keinen Groll: „Der Schiedsrichter war okay. Es gab keine strittigen Situationen.“
Warum es am Ende nicht zu einem Punkt reichte, beantwortete Kremser ohne Umschweife – mit einem Blick auf die fehlenden Stützen: „Das ist leicht zu beantworten, was gefehlt hat. Ehrenböck als Tormann, Stanislaw als Routinier, Harangozo als Kämpfer, Özdemir als Stürmer, Reisner als Flügelspieler und Suingiu als Joker.“ Dass diese Liste lang ist, merkte man Bad Sauerbrunn 1b jedoch nicht in jedem Moment an. Im Gegenteil: „Die ganz junge Mannschaft hat wieder hervorragend gekämpft und Willen gezeigt. Schade, dass sie sich nicht belohnen konnten“, betonte der Trainer. Den Gegner würdigte Kremser als „technisch versiert“, was sich an den sauber ausgespielten Umschaltsituationen zeigte. In der Tabelle befinden sich beide Teams weiterhin in der unteren Region, für Bad Sauerbrunn 1b bleibt als Auftrag, den gezeigten Einsatz in den kommenden Wochen in Zählbares umzumünzen.