In der II. Liga Mitte trennten sich der SV Lackenbach und der ASK Neutal in der 31. Runde mit 1:1. Neutal traf früh durch Michael Reiszner, zur Pause lag Lackenbach 0:1 zurück. Nach dem Seitenwechsel stellte Florian Schick auf 1:1. Die Hausherren hatten viel vom Spiel und drückten lange auf den Sieg, fanden aber nicht das zweite Tor. Trainer Robert Serdar brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: "Wir haben sehr viel Energie hineingesteckt und uns am Ende nicht belohnt."

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Der Start war ein Schlag ins Kontor: Bereits in Minute 5 stellte Michael Reiszner auf 0:1. Für Robert Serdar war die Szene klar ein Wendepunkt aus eigener Verantwortung: "Das 0:1 ist nach einem individuellen Fehler passiert; die Situation wurde falsch eingeschätzt." Danach übernahm Lackenbach weitgehend die Kontrolle. "Das Spiel hat eigentlich so begonnen, wie wir uns das vorgestellt haben: viel Ballbesitz, ein tief stehender Gegner, der mit langen Bällen auf schnelle Spieler agiert", beschrieb Serdar den Rahmen. Neutal lauerte auf Umschalten, blieb bei Kontern gefährlich, während die Gastgeber anliefen und suchten. Trotz Übergewicht im Mittelfeld und mehr Zug zum Tor blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim 0:1 – ein Rückstand, der dem Match aus Lackenbacher Sicht eine zähe Note gab.
Nach Wiederbeginn belohnte sich Lackenbach zunächst: In Minute 60 traf Florian Schick zum 1:1 und brachte die Partie wieder in die Spur der Hausherren. "Wir waren sehr drückend überlegen, alles ist Richtung Neutal-Tor gegangen. Am Ende haben wir uns nicht belohnt und nur ein 1:1 zusammengebracht", haderte Serdar. Seine Analyse fiel ungewohnt selbstkritisch aus: "Besonders gut war heute wenig. Im letzten Moment kam der Ball oft nicht zum Mann, im Sechzehner haben wir Unvermögen gezeigt." Besonders eine Szene blieb ihm hängen: "Wir haben den Ball aus zwei Metern nicht ins Tor gebracht." Lackenbach blieb am Drücker, hatte mehr vom Spiel, doch im entscheidenden Moment fehlte die Präzision – der späte Siegtreffer wollte trotz Dauerdruck nicht fallen.
Warum es nicht zum Dreier reichte, begründet der Trainer mit der Mentalität im Abschluss: "Es hat die Entschlossenheit gefehlt, die wir die Woche davor gezeigt haben. Mit dem 0:1 haben manche zu viel Kopfkino gehabt und sich selbst in Schwierigkeiten gebracht." Den Gegner sah Serdar exakt in seinem Plan: "Neutal hat sehr viel mit langen Bällen operiert, oft auf die Nummer neun im Zentrum und den zweiten Ball. Über die Flügel kam Dynamik, das hat uns ein, zwei Mal nicht gut ausschauen lassen." Gleichzeitig lobte er die eigene Arbeit gegen den Ball: "Wir haben sehr viel gut wegverteidigt." Auch der Unparteiische bekam ein faires Urteil: "Der Schiedsrichter war im Großen und Ganzen in Ordnung; daran hat es nicht gelegen." Lackenbach, das in der Tabelle vorne mitmischt, nimmt aus diesem 1:1 vor allem eine Aufgabe mit: im Saisonendspurt die Klarheit im Strafraum und die Entschlossenheit wieder konsequent auf den Platz zu bringen.