In der II. Liga Mitte empfing Bad Sauerbrunn 1b SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin und unterlag nach wildem Spiel 2:3. Nach 0:3 zur Pause kämpfte sich die Kremser-Elf dank eines Doppelpacks von Max Lackner in zwei Minuten zurück. Trainer Heinz Kremser sprach von "zu vielen Fehlern", lobte aber den Charakter seiner jungen Truppe. Ein Kaisersdorfer Ausschluss und ein aberkanntes 3:3 sorgten für Gesprächsstoff – Zählbares blieb trotzdem aus.

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Bad Sauerbrunns Start war ordentlich, doch die Belohnung fehlte. "Wir sind ganz gut ins Spiel gestartet, haben zwei Torchancen vorgefunden – einen Weitschuss von Rejdovian und einen Kopfball. Leider ist nichts draus geworden", beschrieb Heinz Kremser die ersten Minuten. Dann stachen die Gäste mit dem ersten ernsthaften Angriff zu: In Minute 20 traf Michael Pogats zum 0:1. Kremser brachte es auf den Punkt: "Kaisersdorf hat ganz clever unsere Fehler ausgenützt." Vor dem 0:2 passierte dem Heimteam im Aufbau ein Fehlpass ins Out, der Einwurf wurde schnell ausgeführt – und schon lag der Ball wieder im Netz. "Vor dem 2:0 gab es einen Fehlpass ins Out bei einem Spielaufbau unsererseits. Dieser Einwurf wurde schnell ausgeführt, Kaisersdorf hat schnell umgeschaltet, vors Tor gespielt und es stand auf einmal 2:0", so der Trainer. In der 38. Minute erhöhte Manuel Wiedenhofer, vier Minuten später stellte David Belosic auf 0:3. "Beim dritten Gegentreffer ist ein Abschlag unseres Verteidigers nicht gut gelungen, der ist leider 20 Meter vor dem Tor bei einem Angreifer gelandet, und der hat mit einem tollen Schuss ins Eck zum 3:0 geführt. Das war vor der Pause die Vorentscheidung – es war zu hoch", ärgerte sich Kremser.
Nach der Pause stellte Bad Sauerbrunn um – und bäumte sich auf. "Es gab bei uns einen Dreifachwechsel, um das Ruder doch noch herumzureißen und das Resultat zu verschönern", erklärte Kremser. Kurz darauf spielten die Gäste in Unterzahl. "Es gab dann gleich eine rote Karte, einen Ausschluss für einen Kaisersdorfer. Da ist wieder ein bissl Hoffnung aufgekommen." Die nutzte der junge Max Lackner eiskalt: In der 65. Minute netzte er zum 1:3, nur zwei Minuten später (67.) drückte er erneut ein – 2:3. "Der junge Max Lackner hat mit zwei Toren sein Talent gezeigt", freute sich Kremser. Bad Sauerbrunn blieb am Drücker. "Wir haben dann aufs Dritte gedrückt, zumeist in der gegnerischen Hälfte gespielt. Es ist auch das dritte gefallen, doch leider wurde es durch Abseitsstellung wieder weggenommen – und somit mussten wir die Niederlage anerkennen." Die große Aufholjagd blieb damit unvollendet, auch wenn das Momentum kurz auf Seiten der Hausherren lag.
Im Fazit mischten sich Selbstkritik und Anerkennung. "Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, und das wurde vom Gegner ausgenützt", sagte Kremser offen. Dazu kamen Personalsorgen: "Zusätzlich hatten wir etliche Ausfälle, die konnten wir letztendlich nicht kompensieren." Was gefiel, war die Reaktion nach der Pause: "Der Einsatz in der zweiten Halbzeit war absolut lobenswert. Wir haben eine ganz junge Mannschaft. Jeder hat alles reingehaut, hat alles gegeben. Leider war’s unterm Strich zu wenig." Zum Unparteiischen fand Kremser klare Worte: "Der Schiedsrichter hat ausgezeichnet gepfiffen." Den Gegner ordnete er respektvoll ein: "Unsere Fehler und natürlich die Abgebrühtheit – da gibt es einige technisch versierte, erfahrene Spieler, etliche Legionäre – und in Summe waren sie besser als wir."
Tabellarisch steckt Bad Sauerbrunn 1b mit 31 Punkten auf Rang 14 im dichten Feld, Kaisersdorf/Markt St. Martin hält bei 40 Zählern. Für Bad Sauerbrunn bleibt die Erkenntnis: Die zweite Halbzeit taugt als Maßstab – jetzt gilt es, die einfachen Fehler abzustellen und den nächsten Schritt zu gehen.