Spielberichte

„Dieser erste Sieg tut uns sehr gut“ – SV Schattendorf findet gegen ASV Pöttsching den Befreiungsschlag

SV Schattendorf
ASV Pöttsching

In der II. Liga Mitte hat sich SV Schattendorf am Samstag mit 1:0 gegen ASV Pöttsching durchgesetzt und damit den ersten Saisonsieg eingefahren. Trainer Gerald Linshalm sprach danach von einem „wichtigen Befreiungsschlag“ und sah vor allem nach dem Führungstor eine Mannschaft, die besser in die Partie fand, nach der Pause stabil auftrat und den knappen Vorsprung entschlossen über die Zeit brachte.


Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

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Pöttsching legt besser los, Schattendorf arbeitet sich hinein

Der Beginn gehörte nach Einschätzung des Schattendorfer Trainers mit den Chancen eher den Gästen. „Pöttsching ist sehr gut ins Spiel gestartet und hatte nach zwei Minuten gleich eine große Chance, die unser Keeper Alexander Bernhardt gut pariert hat“, sagte Gerald Linshalm. Damit war der Ton für eine Anfangsphase gesetzt, in der seine Mannschaft erst einmal Halt finden musste. Linshalm sprach von einem Spiel, das in den ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten „ein wenig zerfahren“ gewesen sei auf beiden Seiten. Für ihn war das auch kein Zufall, sondern ein Spiegel der vergangenen Wochen, weil beide Mannschaften noch nicht viele Punkte am Konto hatten. Entsprechend offen und wild verlief diese Phase, wobei der Trainer ein leichtes Chancenplus bei ASV Pöttsching sah. Erst danach kam SV Schattendorf besser in die Partie, wurde sicherer in den Abläufen und konnte das Spiel aus seiner Sicht Schritt für Schritt mehr an sich ziehen.

Szileszki trifft nach starker Vorarbeit von Horvath, danach bleibt Schattendorf am Drücker

Der entscheidende Moment kam in der 35. Minute, als Márk Szileszki das einzige Tor des Abends erzielte. Für Linshalm war dabei nicht nur das 1:0 selbst wichtig, sondern vor allem die Entstehung. „Unser erstes Tor wurde wirklich wunderschön herausgespielt, über eine Ballstafette durch die Mannschaft und mit einer Topvorarbeit von Mark Horvath, der Márk Szileszki exzellent in Szene gesetzt hat“, sagte der Trainer. Szileszki blieb vor dem Torhüter eiskalt und brachte SV Schattendorf damit in Führung, mit der es auch in die Pause ging. Für Linshalm war dieses 1:0 „ein wichtiger Befreiungsschlag für unsere Spieler nach den eher schwierigen letzten drei Wochen, wo zwar die Leistung stets besser wurde, aber leider noch keine Punkte zu verzeichnen waren“. Auch nach dem Seitenwechsel hatte Pöttsching eine Halbchance aus spitzem Winkel und bei einem Lattentreffer aus einem überragenden Freistoß zu Beginn Pech. Danach gefiel Linshalm jedoch der Auftritt seiner Mannschaft deutlich besser. „Ab dann waren wir sehr gut im Spiel und hätten fortlaufend das Spiel mit dem 2:0 aus unseren guten Möglichkeiten früher entscheiden können oder müssen“, sagte Linshalm. Dass es bis zum Schluss eng blieb, änderte für ihn nichts daran, dass seine Mannschaft in dieser Phase die Partie gut im Griff hatte. 

Zusammenhalt als Schlüssel, trotzdem bleibt noch viel Arbeit

Dass es am Ende beim knappen, aber wichtigen Heimsieg blieb, erklärte Linshalm vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. „Der Zusammenhalt und die Art und Weise, wie sie versucht haben, unsere Vorgaben umzusetzen, waren heute unsere größte Stärke“, sagte der Trainer. Dazu kam für ihn die Leidenschaft, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Besonders in der zweiten Hälfte habe es SV Schattendorf „sehr, sehr gut“ geschafft, den Gegner nicht mehr in die Nähe des eigenen Tores zu lassen. Vor allem unsere letzte Linie hat gestern gegen eine sehr starke Offensive top verteidigt. Auch die Einwechselspieler hob Linshalm ausdrücklich hervor, weil sie „wichtigen Schwung und Input“ gebracht und damit geholfen hätten, die notwendige Stabilität für diesen Sieg nach Hause zu fahren. Trotz aller Freude ordnete der Trainer den Erfolg aber nüchtern ein. „Dieser erste Sieg tut uns sehr gut, aber wir wissen genau, dass wir auf jeden Fall noch einiges nachlegen müssen, um konstant Spiele zu gewinnen.“ Verbesserungspotenzial sieht er vor allem „in unserer Struktur und in der Geschlossenheit in beiden Phasen, nach vorne mit Ball, aber auch nach hinten gegen den Ball“. Gleichzeitig betonte Linshalm, dass er von Woche zu Woche Fortschritte erkenne. Ein gutes Wort hatte er nach dem Spiel auch noch für den Gegner übrig. ASV Pöttsching sei „für mich eine sehr gute Mannschaft“, sagte der Schattendorf-Coach, verwies auf den starken Doppelsturm um Philipp Schmiedl und Marjan Markic sowie auf das Zentrum rund um Leon Fröch und meinte, die aktuelle Tabellensituation sage nicht alles aus. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht keine gegeben, auch mit der Leistung des Schiedsrichters und der Linienrichterin zeigte er sich „wirklich sehr“ zufrieden. So blieb unter dem Strich ein Abend, an dem für SV Schattendorf vor allem eines zählte: drei Punkte und das Gefühl, den ersten Schritt gemacht zu haben.

II. Liga Mitte: Schattendorf : Pöttsching - 1:0 (1:0)

  • 35
    Márk Szileszki 1:0