Spielberichte

"Nach dem 1:0 waren wir zu sicher" – Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf gibt 1:0 noch aus der Hand

SV 7023 Z-S-P
SV Draßmarkt

In der II. Liga Mitte hat SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf am Samstag gegen SV Draßmarkt trotz früher Führung mit 2:4 verloren. Trainer Dadi Ursman Maxell sah einen starken Beginn seiner Mannschaft, ärgerte sich danach aber über fehlende Laufarbeit, zu wenig Konsequenz und eine Phase, in der der Gegner immer besser ins Spiel kam. Dass vor der Pause noch der Ausgleich gelang, machte die Niederlage aus seiner Sicht nicht weniger deutlich.


Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Gludovatz trifft doppelt, doch nach dem 1:0 kippt das Spiel

SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf legte so los, wie es sich Trainer Dadi Ursman Maxell vorgestellt hatte. Stefan Gludovatz brachte die Hausherren bereits in der 7. Minute mit 1:0 in Führung, und genau diese Anfangsphase hob der Trainer nach dem Spiel auch noch einmal hervor. "Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen. Die ersten 15, 20 Minuten waren wir sehr aktiv", sagte Maxell. Danach änderte sich das Bild allerdings klar. "Nach der 1:0-Führung haben wir das Spiel irgendwie aus der Hand gegeben", erklärte der Trainer. SV Draßmarkt wurde stärker, nutzte die Räume besser und kam in der 38. Minute durch Szilard Köfarago zum 1:1. Nur vier Minuten später drehte Gabriel Macovei die Partie auf 1:2. Dass SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf kurz vor der Pause noch einmal zurückkam und Stefan Gludovatz in der 44. Minute das 2:2 erzielte, hielt die Partie zwar offen, änderte für Maxell aber nichts daran, dass seine Mannschaft in dieser Phase viel zu wenig Zugriff hatte.

Zu passiv, zu wenig Meter und vorne die Chancen nicht genutzt

Auch nach dem 2:2 zur Halbzeit fand SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf nicht mehr richtig in sein Spiel. In seiner Analyse sprach Maxell sehr offen an, woran es aus seiner Sicht fehlte. "Wir waren sehr passiv, wir haben die Meter nicht gemacht", sagte er und meinte damit genau jene Grundlagen, die für ihn an diesem Tag nicht gepasst hätten. Zweikampfverhalten, Konzentration und Laufbereitschaft seien nicht auf dem Niveau der vergangenen Wochen gewesen. Als Szilard Köfarago in der 55. Minute das 2:3 für SV Draßmarkt erzielte, sah Maxell dieses Muster bestätigt. Seine Mannschaft habe zu viele individuelle Fehler gemacht und dem Gegner zu viel erlaubt. Dazu kam, dass die Gastgeber ihre eigenen Möglichkeiten nicht nutzten. "Wir haben genug Chancen gehabt, aber an dem Tag die Tore nicht gemacht", sagte der Trainer. Das 2:4 durch Gabriel Macovei in der 92. Minute besiegelte die Niederlage dann endgültig.

Maxell lobt SV Draßmarkt und richtet den Blick gleich nach vorne

Trotz der Niederlage suchte Maxell die Gründe nicht nur in einzelnen Szenen, sondern auch in der Haltung seiner Mannschaft nach dem guten Start. Nach zwei Siegen sei sein Team vielleicht zu sicher gewesen. "Wir haben versäumt, die Grundlagen im Spiel abzurufen: Zweikampf, volle Konzentration, Laufbereitschaft", sagte der Trainer. Ganz ohne positive Punkte wollte er den Auftritt aber trotzdem nicht stehen lassen. Er sah, dass SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf den Ball phasenweise gut laufen ließ, ballsicher war und sich einige Möglichkeiten erarbeitete. Gleichzeitig zollte er dem Gegner ausdrücklich Respekt. "SV Draßmarkt war kompakter, hat um jeden Ball gekämpft und als Mannschaft agiert", sagte Maxell. Deshalb fiel sein Urteil am Ende klar aus: "Der Sieg von SV Draßmarkt ist in Ordnung. Sie haben das verdient." Auch mit dem Unparteiischen war er einverstanden: "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Es gab keine strittige Situation." Viel wichtiger ist für ihn nun aber die Reaktion seiner Mannschaft. Der Saisonstart sei insgesamt gut gewesen, eine Niederlage gehöre im Fußball dazu, und schon am kommenden Wochenende wartet das Auswärtsspiel in Lockenhaus.

II. Liga Mitte: SV 7023 Z-S-P : Draßmarkt - 2:4 (2:2)

  • 92
    Gabriel Macovei 2:4
  • 55
    Szilard Köfarago 2:3
  • 44
    Stefan Gludovatz 2:2
  • 42
    Gabriel Macovei 1:2
  • 38
    Szilard Köfarago 1:1
  • 7
    Stefan Gludovatz 1:0