In der II. Liga Mitte hat die SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin beim 1:1 gegen den ASV Draßburg einen Heimsieg spät aus der Hand gegeben. Nach der Pausenführung durch Sebastian Sommer war für Trainer Peter Benes vor allem die vergebene Chance auf das 2:0 ein Knackpunkt. Dazu kamen aus seiner Sicht strittige Entscheidungen und drei verletzungsbedingte Wechsel, die den Gastgeber im zweiten Durchgang zusätzlich schwächten.

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Peter Benes erlebte zunächst genau die Partie, die er auch im Nachhinein als gute Unterhaus-Begegnung einordnete. „Es war ein intensives Spiel von beiden Seiten. Es ist hin und her gegangen, mit Torchancen auf beiden Seiten. Draßburg hat vielleicht mehr Ballbesitz gehabt und wir haben auf Umschaltspiel gesetzt. Von dem her war es ein sehr interessantes und für diese Liga ein sehr gutes Spiel“, sagte der Trainer. Den ersten klaren Ertrag holte sich dann seine Mannschaft. In der 33. Minute spielte Manuel Wiedenhofer laut Benes einen starken Ball auf Sebastian Sommer, der sich den Ball gut mitnahm, alleine auf den Tormann zulief und zum 1:0 überlupfte. Es blieb bis zur Pause bei dieser Führung, und Benes betonte ausdrücklich, dass ASV Draßburg im ersten Durchgang aus seiner Sicht keine hundertprozentige Torchance hatte.
Dass die Partie nach dem Seitenwechsel offener und für die Heimischen schwieriger wurde, hatte aus Sicht des Trainers gleich mehrere Gründe. Schon in der 45. Minute musste SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin den ersten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen, weil Adam Köver nach Angaben von Benes an der Leiste Probleme bekam. Später folgte auch Andreas Schrödel nach einer Knieverletzung, dazu kam in der 70. Minute noch ein dritter verletzungsbedingter Wechsel. „Verpasst haben wir, dass wir nach der Pause eine hundertprozentige Chance auf das 2:0 vergeben haben“, sagte Benes. Diese Szene meinte er ganz konkret: Erblin Polomi lief alleine auf das Tor zu, konnte die Gelegenheit auf das 2:0 aber nicht nutzen. Gerade diese Aktion blieb beim Trainer hängen, weil ASV Draßburg zwar mehr Ballbesitz hatte und die Gastgeber zeitweise tief in die eigene Hälfte drückte, SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin aber weiter auf Konter lauerte und in dieser Phase die große Möglichkeit auf den zweiten Treffer hatte.
Besonders deutlich wurde Peter Benes bei seiner Einordnung der strittigen Szenen. „Für mich ist ganz klar, dass der Schiedsrichter die richtigen Entscheidungen hätte treffen müssen. Dann hätten wir das Spiel mit dem 1:0 in unsere Richtung gedreht“, meinte der Trainer. Er sprach dabei von zwei Situationen im oder am Strafraum, in denen seine Mannschaft aus seiner Sicht zu kurz kam. Einmal sei Erblin Polomi gefoult worden, der Unparteiische habe aber nur Freistoß entschieden, ein weiteres Mal habe es bei einem Zweikampf gegen Lukas Strobl ebenfalls keinen Strafstoß gegeben. Dazu kam laut Benes in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte gegen Kapitän Manuel Wiedenhofer, wobei er die erste Verwarnung nicht nachvollziehen konnte. In Unterzahl fiel dann in der 87. Minute doch noch der Ausgleich: Benes schilderte die Szene als Flanke Richtung Tor, die unglücklich per Kopf verlängert wurde, ehe Sadik Emre Akgül zum 1:1-Endstand traf. Trotz allem blieb der Trainer in seiner Gesamtbewertung nicht einseitig. „Unterm Strich war das Unentschieden vom gesamten Spielverlauf her dann auch gerecht“, sagte er.
Dass Peter Benes nach dem Abpfiff nicht nur über den Ausgleich sprach, lag auch am Aufwand seiner Mannschaft. „Besonders gut haben die Laufleistung und die kämpferische Leistung funktioniert. Nach den vielen Wechseln und dem Ausschluss hat die Mannschaft heroisch gekämpft bis zum Schluss“, sagte er. Gleichzeitig vergaß er nicht, auf die Qualität des Gegners hinzuweisen. ASV Draßburg sei „eine spielstarke, gute Mannschaft, sehr aggressiv, laufstark, aber vor allen Dingen spielerisch eine gute Mannschaft“, erklärte Benes mit Blick auf einen Gegner, der auch nach vier Runden ungeschlagen blieb. Für SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin bleibt damit ein Punkt, bei dem aus Sicht des Trainers mehr drinnen war. Noch mehr als das Ergebnis schmerzen ihn aber die Ausfälle: „Am meisten schmerzt natürlich, dass sich Spieler verletzt haben.“ Nun hofft man in Kaisersdorf und Markt St. Martin, dass zumindest der eine oder andere bis zur nächsten Woche wieder zur Verfügung steht.